Sommer, Sonne, Supertrikes

Die zweite Fahrt des Trike-Teams Temmels und der Kyll-Triker fand mit Freunden aus Luxemburg und von der Mosel doppelt so viel Anklang wie bei der Premiere im Vorjahr. 30 Passagiere der Lebenshilfe konnten auf die 70 Kilometer lange Strecke mit Zwischenstopp in Merzkirchen mitgenommen werden.

Temmels. "Hallo Temmels. Es ist mir eine Ehre, wieder Schirmherrin der Regenbogenfahrt zu sein", sagt keine Geringere als Ministerpräsidentin Malu Dreyer in einer Videobotschaft. Sie wünscht allen Teilnehmern viel Spaß und schöne Ausblicke über die Saargaulandschaft.
Zum zweiten Mal waren die Betreuten der Lebenshilfe eingeladen, sich mal richtig gute Luft um die Nase wehen zu lassen, und das mit 24 motorisierten Dreirädern, wie man sie nicht alle Tage sieht. Dazu wurde auf dem Temmelser Dorfplatz tüchtig gefeiert.
"Wir haben hier alles mit rund 30 Helfern aufgebaut", sagt Ortsbürgermeister Herbert Schneider. Feuerwehr und Sportverein haben ebenfalls mitgeholfen. 30 Passagiere fuhren auf dem Sozius der 24 Trikes mit, vier tauschten die Plätze bei der Rast an der Merzkircher Herberge. Die Fahrt wurde von Motorrädern und der Polizei abgesichert.
"Da freuen sich unsere Leute schon das ganze Jahr drauf", erzählt Lebenshilfe-Betreuerin Alexandra Schlecht. Sie stünden heute im Mittelpunkt und seien stolz, an diesem Tag etwas Besonderes zu sein. Der Leiter der Lebenshilfe Trier, Wolfgang Enderle, lobt die Temmelser Gastfreundschaft: "Alle werden hier freundlich aufgenommen und wertgeschätzt."
Rund 300 Festgäste feierten mit, als die Band Envivo mit Sängerin Katja Haag auftrat. Ortschef Schneider freut sich zwar über die Resonanz, will aber die Veranstaltung wegen der besonderen Atmosphäre des Dorfplatzes nicht zu groß werden lassen: "Sonst müssten wir ja im nächsten Jahr auf den neuen Sportplatz ausweichen." Die gesamte Veranstaltung war von der Sonne verwöhnt. Die 30 Beifahrer bekamen alle eine Teilnahmeurkunde, die sie wie eine Trophäe hüten.