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Sonnenkraftwerke auf zwei Dächern

Sonnenkraftwerke auf zwei Dächern

Bald stehen Gerüste an den Bürgerhäusern von Neuhütten und Muhl. Solarmodule werden auf den Dächern installiert. Nach 20 Jahren kommt die Ortsgemeinde dank Einspeisevergütung in die Gewinnzone. Knapp 107 000 Euro werden investiert.

Neuhütten. (doth) Bereits im Jahr 2006 stand für den Ortsbürgermeister von Neuhütten, Peter Kretz, und seinen Ortsgemeinderat fest: "In Sachen Energie müssen wir für die beiden Bürgerhäuser was tun". Damals habe sich bereits abgezeichnet, dass der Stromgewinnung durch Solartechnik die Zukunft gehört.

Jetzt wird der Plan umgesetzt. Solarzellen im Wert von 73 165 Euro kommen aufs Dach des Bürgerhauses Neuhütten, und für 33 747 Euro wird das Dach des Bürgerhauses Muhl zum Kraftwerk umfunktioniert.

Die Zeit drängt, denn niemand weiß ganz genau, wann die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom senkt. "Bis zum 31. März sollen die beiden Anlagen installiert sein", hofft Kretz. Nur so könne die Gemeinde mit einem Erlös von 13 153 Euro pro Jahr rechnen. "Wenn der Kredit in 20 Jahren zurückgezahlt ist, hat Neuhütten endlich eine eigene Einnahmequelle", freut sich Kretz.

"Jetzt fehlt nur noch das Einverständnis der Kreisverwaltung", erklärt der Ortsbürgermeister. Das werde wohl kaum verweigert, denn die Investitionen belasten dank Einnahmen aus dem Stromverkauf nicht den Haushalt. Kretz hofft, dass die beiden Solaranlagen am 1. April ans Netz gehen und ab diesem Tag Neuhütten Stromproduzent ist. Dieser Stichtag gilt auch für die Höhe der Einspeisevergütung, die in Berlin noch nicht endgültig beschlossen wurde.

Auf das Bürgerhaus in Neuhütten werden zusätzlich eine neue Dachrinne und ein Schneefanggitter installiert. Ferner werden am Dach undichte Stellen beseitigt. Diese Arbeiten schlagen mit weiteren 15 000 Euro zu Buche.