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Soul, Funk, Rock und ein zürnender Wettergott

Soul, Funk, Rock und ein zürnender Wettergott

Erstmals stand die Formation Frame in Green auf der Bühne im Saarburger Boemundhof. Die stolze Formation mit 22 Musikern durfte nur die erste Hälfte ihres Mittwochskonzertes spielen. Dann kam es mit dem Wetter knüppeldick.

Saarburg. Das zweite Mittwochskonzert des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Saarburg fing so schön an und endete in der Flucht der Musiker von der Bühne im Boemundhof. VVV-Vorsitzende Eva Schmitz und ihren Mitorganisatoren war es gelungen, erstmals die Formation Frame in Green mit 22 Bandmitgliedern aus der gesamten Region für ein Konzert zu gewinnen.
Bis zur Pause war die musikalische Welt auch noch in Ordnung. "Das war heute ein echtes Glücksspiel", freute sich kurz vor Konzertbeginn noch die VVV-Vorsitzende. Pia Langer, die Pädagogische Leiterin der Städtischen Musikschule Trier, legte als Dirigentin mit ihrer Big Band los. Soul, Funk und Rock erklangen in beeindruckender Fülle. "Wir legen Wert darauf, dass uns die Musik Spaß macht und dass man uns das auch ansieht", erklärt die Sprecherin der Band, Cornelia Blesius.
Sie selbst ist Polizistin, andere sind Handwerker, Ingenieure oder haben eine Firma. "Einige legen fürs Proben 50 Kilometer zurück", erklärt Blesius die Motivation der Bandmitglieder.
Gut auf die Formation passt der Klang von Earth, Wind and Fire, eine der Lieblingsbands. Aber auch Baker Street von Garry Rafferty. Und ganz sanft geht es bei Smooth Operator von Shade zu, einem Welthit, in dem zahlreiche Bandmitglieder ihre solistischen Fähigkeiten ausleben.
"Diese Band bewegt das Publikum. Das macht Musik aus", findet Frank Schneider (39), der aus dem saarländischen Brotdorf gekommen war. Anne Meyer (82) aus Saarburg meinte: "Das ist zwar nicht so mein Stil. Aber es ist beschwingt und macht Lust zum Tanzen."
Das machten ja auch einige der annähernd 300 Besucher. Doch die gute Laune wurde auf eine harte Probe gestellt. Kaum hatte die VVV-Vorsitzende ihre obligatorische Verlosung durchgeführt, kündigte sich mit einer dicken schwarzen Wolke Unheil am Saarburger Himmel an. Der Wind peitschte mit Wasser alles von der Bühne, was nicht fest stand, am Schluss die Musiker, die sich um ihre Instrumente sorgten.
"Das nächste Mal spielen wir umso länger", versprach Cornelia Blesius. "So ist halt Open Air", seufzte Schmitz.
Vielleicht wird alles wieder gut beim Auftritt der Hat Boys am nächsten Mittwoch, 18. Juli, um 19.30 Uhr. doth