Spatenstich für den Aussichtsturm Nationalparkblick an der Königsfeldschleife in Rascheid

Tourismus : Ein Projekt mit „Weitsicht“ entsteht in Rascheid

Der symbolische Startschuss für die Errichtung des neuen Aussichtsturms Nationalparkblick an der Königsfeldschleife ist gefallen. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen am 21. Oktober.

Die Karl-und-Katharina-Heil-Stiftung trägt den Löwenanteil der Kosten eines neuen Aussichtsturmes, der auf der Heide oberhalb des Rascheider Sportplatzes gebaut wird. Nationalparkblick soll das Bauwerk heißen, denn von dort aus ist ein großer Teil des Schutzgebiets zu sehen, sofern das Wetter mitspielt. Stifter, Verwaltung, Zuschussgeber, Planer und die Firmen, die den Turm bauen, haben jetzt den symbolischen Spatenstich vollzogen. Die einzelnen Teile werden ab 21. Oktober vor Ort zusammengebaut.

„Eigentlich war der Turm in der Nähe des Hermeskeiler Waldstadions geplant“, erinnerte Hartmut Heck, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil, an vergangene Diskussionen. Die Stiftung hatte sich dort jedoch zurückgezogen, weil die Stadtpolitiker nicht zu 100 Prozent hinter der Idee gestanden hatten.  Die Gemeinde Rascheid sprang ein. Die Planungen für den Turm wurde anschließend mehrmals modifiziert. Eine Fahrt nach Hessen, wo ein Turm besichtigt wurde, brachte Gewissheit: 17 Meter hoch und mit acht Ecken – so soll der Turm aussehen. „Das ist ein Projekt mit Weitsicht, in doppelter Hinsicht“, urteilte Heck.

Stiftungsvorstand Jörg Hartig dankte Karl Heil für dessen Hartnäckigkeit bezüglich des Projektes. Auch Ortsbürgermeister Andreas Ludwig dankte den Stiftern und verwies auf die Gestaltung des Turmumfelds: „Da werden wir noch einiges investieren.“

Im April 2018 war die Planung im Ortsgemeinderat erstmals vorgestellt worden. Jetzt wird eine Konstruktion mit Holz und Stahl gebaut. Die Treppen sind aus Stahl, wegen der Verkehrssicherheit und Standfestigkeit, sagte Zimmermann Joachim Ludwig: „Der Turm muss auch Unwettern trotzen.“ Dafür müssen die Diagonalversteifungen auf den Millimeter genau passen, lautet die Herausforderung. Die Montage der vorher einzeln hergestellten Teile wird zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Einige Teile sind drei Tonnen schwer. Ein großer Kran wird zum Einsatz kommen.

Der erste Beigeordnete der Gemeinde Rascheid, Frank Lorscheider, schwärmte: „Vom Turm aus hat man bei schönem Wetter einen Rundumblick in den Nationalpark bis zur Hohen Acht in der Eifel.“ 14 Dörfer und die Stadt Hermeskeil sind zu sehen, über alle Baumwipfel hinweg.

So soll der 17 Meter hohe, achteckige Aussichtsturm in Rascheid aussehen. Foto: Herbert Thormeyer

Auf dem Turm zeigen künftig Hinweistafeln, was von dort zu sehen ist. Die Tourist-Information wird den Turm bewerben, auch mit einer eigenen Seite im Internet. Rund 800 Wanderer pro Jahr wurden schon auf der Königsfeldschleife des Saar-Hunsrück-Steigs gezählt. Sie kommen bald direkt am neuen Turm vorbei, wo sie verweilen und sich umschauen können. Die Einweihung soll mit einem Fest gebührend gefeiert werden.

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