Spielplätze unter der Lupe

WINCHERINGEN. Mit dem Zustand von sieben Kinderspielplätzen beschäftigte sich der Gemeinderat Wincheringen in seiner jüngsten Sitzung. Außerdem erhöhte er das monatliche Salär des Ortsbürgermeisters.

Unspektakulär verlief die Versammlung des Gemeinderates Wincheringen im Warsberghaus. Unstrittig bei den Beratungen war die Anhebung der monatlichen Aufwandsentschädigung für den Ortsbürgermeister. Die Anhebung kam auf die Agenda, nachdem die Gemeinde laut einer Zählung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems die 1500-Einwohner-Grenze hinter sich gelassen hat. Somit ist der Ortschef nach der nächsthöheren Gehaltsstufe zu besolden. Das bisherige Salär für Leo Holbach betrug 962 Euro im Monat. Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Ernst Hild beschloss der Rat die Anhebung einstimmig. Ortschef Holbach erhält demnach künftig 1.082 Euro. Ebenfalls einstimmig billigte die Ratsmannschaft die überplanmäßige Ausgabe im gemeindlichen Haushalt. Viel Aufmerksamkeit widmete das Gremium dem Zustand der Kinderspielplätze. Eine parteiübergreifende Projektgruppe (Michael Backendorf, Silvia Bergmann, Udo Holbach, Johannes Philippi, Carmen Philipps und Anja Wambach) hatte die Situation auf den sieben Kinderspielplätzen "Im Wieschen", "Petersberg", "Vor Haardt", "Auf der Powai", "Festplatz" und in den Ortsteilen Soest und Bilzingen unter die Lupe genommen. Bilzinger und Soester Spielplatz vorbildlich

Die beiden letzteren würden in vorbildlicher Weise vom Heimatverein betreut, sagte Projektgruppe-Sprecher Johannes Philippi. Daher bestehe für diese Einrichtungen vorerst kein Handlungsbedarf. Anders sei die Situation der Spielplätze in Wincheringen. Dort gebe es einiges zu tun. Einstimmig beschloss der Rat, alle defekten Spielgeräte und sonstigen Gegenstände mit Gefährdungspotenzial auf den Spielplätzen schnellstmöglich abzubauen. Vorausgesetzt, es sei nicht mehr sinnvoll, die Gegenstände instand zu halten. Die Kosten will die Gemeinde übernehmen, obwohl nur 400 Euro im Haushaltsplan vorgesehen sind. Bei den anstehenden Unterhaltungsarbeiten wollen die Eltern tatkräftig anpacken, was der Gemeinderat positiv aufnahm. Auch will die Projektgruppe nach weiteren Finanzquellen suchen und den Zustand der Spielplätze kontinuierlich überwachen. Johannes Philippi: "Ein nicht ordentlich gepflegter Spielplatz trägt zum negativen Erscheinungsbild bei, was unbedingt vermieden werden sollte." Ausgiebig wurde darüber diskutiert, ob für die Verhandlungen mit dem Investor für das Neubaugebiet "Auf Mont" eine Rechtsberatung einzuholen sei. Bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wurde damit ein Fachanwaltsbüro aus Stuttgart beauftragt. Kostenpunkt: 2500 Euro für die Grundarbeiten. Einstimmig brachte der Rat das "Vereinfachte Umlegungsverfahren zur Bereinigung der Eigentumsverhältnisse im Zuge der Kreisstraße (Trierer Straße)" auf den Weg wie auch die Widmung einer Teilfläche des Wirtschaftsweges in der Gemarkung Wincheringen zu einer Gemeindestraße.