"Spirale des Versagens"

HERFORST. (red) Bei Schülern mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche befürchten Eltern und Lehrer oft den Beginn einer Spirale schulischen Misserfolgs. Das ist das Thema eines Vortrags am heutigen Freitag, 14. Oktober, in Herforst.

Probleme beim Lesen, Schwierigkeiten beim Schreiben, Null Ahnung beim Rechnen - nicht selten reagieren Eltern mit Panik. Sind diese so genannten Teilleistungsstörungen der Beginn einer Spirale schulischen Misserfolgs? Sogar solche Kinder, die durchschnittliche oder überdurchschnittliche Leistungen in der Schule erbringen, haben in Einzelbereichen, zum Beispiel in den genannten Fächern, unverständlich große Lernschwierigkeiten. Diese Defizite werden auch für das Fach Deutsch mit "Legasthenie", in Mathematik mit "Dyskalkulie" umschrieben.Zu Unrecht als dumm oder faul verschrieen

Manchmal entwickelt sich bei diesen Schülerinnen und Schülern nach und nach eine "Spirale des Versagens", da sie oft zu Unrecht von ihrer Umwelt als zu dumm oder zu faul angesehen werden. Die Folge sind nicht selten ernsthafte Störungen in der Lernbereitschaft und im Lernerfolg allgemein, die wiederum häufig die physische und psychische Gesundheit der Kinder schädigen. Hier lohnt es sich, genauer nach Ursachen, Wirkung und Lösungen zu schauen, damit alle, die an der Bildung und Erziehung der Kinder beteiligt sind, Möglichkeiten zur Hilfe und Förderung suchen und finden. Dazu gibt es inzwischen Erkenntnisse aus der medizinischen und pädagogischen Wissenschaft und Forschung; entsprechende Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten wurden erprobt und geprüft. Gute Ansätze für Vorschulalter

In der Schule geben gesetzliche Grundlagen den Rahmen der Förderung vor, und die Forderung des Bildungsministeriums zur Beachtung verschiedener Lernausgangslagen und individueller Lernmöglichkeiten in heterogenen Klassen weist direkt auf die Notwendigkeit zu geplanter Förderung hin. Für den vorschulischen Bereich, für Lehrkräfte, Eltern und Kinder gibt es bereits viele praktische Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten. Regierungsschuldirektorin Meier wird in ihrem Vortrag zunächst die Problemlage der Teilleistungsstörungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, rechtliche und pädagogische Aspekte der Schule in diesem Zusammmenhang aufgreifen, auf Vorsorge- und Präventivmaßnahmen eingehen und Möglichkeiten vorstellen, die Kindern und Eltern helfen können. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr im Pfarrheim Herforst. Diese Veranstaltung wird vom Bildungswerk der KAB im Bistum Trier e.V. durchgeführt.