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Sport und Feierlaune im neuen Stadion

Saarburg. Zwei Tage lang haben die Stadt Saarburg und der Turn- und Sportverein (TuS) Fortuna Saarburg die Eröffnung des neuen Stadions im Kammerforst gefeiert. Alle waren von der neuen Anlage begeistert. Im Mittelpunkt des Eröffnungsfestes stand der Sport, aber auch viel Musik und Unterhaltung wurde geboten. Max Henning Schumitz

Saarburg. Vom Rand des kleinen Spielfeldes ruft der Trainer der TuS-Fußballmannschaft E III, Johannes Carl, seinen Spielern zu: "Weiter so!" Gerade setzt sich der Mannschaftskapitän mit der Nummer Vier auf dem Trikot (Leo Vennemann) im Mittelfeld durch und steuert eines von acht Toren zum 8:0-Sieg bei. Der Trainer des Teams von der JSG Saargau-Mosel ist sauer: "Ich hab Euch zwar vor der Nummer Vier gewarnt, aber ihr braucht deshalb doch keinen Angstfußball zu spielen."Kantersieg der Fortuna-Spieler

Nach 40 Minuten ist das Spiel vorbei, die Fortuna-Spieler freuen sich über ihren Kantersieg, die gegnerischen Spieler gehen bedröppelt vom Platz.Von solchen Erfolgen träumt aktuell die Spielgemeinschaft aus Saarburg und Serrig. Wie bereits in den Vorjahren kämpft sie gegen den Abstieg aus der Kreisliga A. "Ich drücke jedenfalls der Mannschaft die Daumen, dass sie den Klassenerhalt schafft", sagt Stadtbürgermeister Jürgen Dixius als er Samstagnachmittag den Schlüssel für das neue Vereinsheim symbolisch an Dietmar Suder, Abteilungsleiter der Saarburger Fußballer, übergibt."Herr Pastor, ich fasse mich kurz, damit sie rechtzeitig zu ihrer Hochzeit kommen", beginnt Ruth Streit, Präsidentin der TuS Fortuna Saarburg, ihre Rede. Nach kurzem Zögern schiebt sie nach: ",Ihrer\' natürlich mit kleinem ,i\' geschrieben." Das Publikum freut sich über den kleinen Scherz und lacht herzlich, zeigt diese kleine Geschichte aus der Eröffnungsfeier doch, dass die Stimmung bei allen gut ist und sie sich über das neue Sportzentrum im Kammerforst freuen. Die "Wunderländer" Big Band des Musikvereins Beurig und der Musikverein Saarburg spielen zur Einweihung des neuen Stadions auf dem heiligen Kunstrasen-Grün. Und die Showtanzgruppe der Karnevalsgesellschaft Hauruck zeigt vor den vollbesetzten Terrassen des neuen Vereinsheims eine vielumjubelte Showtanzeinlage.Tartanbahn steht im Mittelpunkt

Alle sind glücklich mit ihrem neuen Stadion. Friedrich Funk, erster Vorsitzender der TuS Fortuna Saarburg, fasst seine Freude in einem Wort zusammen: "Phantastisch!" Nach der Schlüsselübergabe ist wieder Zeit für Sport. "Das Stadion ist offen für alle Saarburger", betont Dixius, als das erste Spiel um die Fußball-Stadtvereinsmeisterschaft angepfiffen wird. Am Ende siegt die Altherren-Jugendmannschaft von 1988.Sonntagfrüh steht schließlich die Tartanbahn im Mittelpunkt des Interesses. Als erstes machen sich ein Dutzend Bambini, Läufer bis zum Alter von sechs Jahren, auf die erste offiziell gemessene Stadionrunde. Anschließend machen sich noch 26 Läufer und 14 Walker auf die Fünfkilometerdistanz. Bei strahlend blauem Himmel herrscht wieder gute Stimmung. Nachmittags wird von der Leichtathletik-Abteilung des Turn- und Sportvereins Fortuna Saarburg noch das Sportabzeichen abgenommen und die Herzsport-, die Voltigier- und die Gymnastikgruppen nutzen die Zeit, sich und ihre Leistungen dem Publikum vorzustellen.Video ab 16 Uhr unter volksfreund.de/videoCordula Maier-Goergen, Trainerin der Kinder-Laufgruppen, 43 Jahre, aus Saarburg: "Vor allem die Laufbahn des Sportplatzes gefällt mir supergut. Sie vermittelt dem Sportler ein wirklich außerordentlich gutes Laufgefühl." Pfarrer Peter Leick, 45 Jahre, aus Saarburg: "Wegen seiner Waldlage gefällt mir der Sportplatz sehr gut. Sportplätze sind Treffpunkte für Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Gemeinschaftssinn gestärkt wird." Friedrich Funk, erster Vorsitzender der TuS Fortuna Saarburg, 63 Jahre, aus Saarburg: "Unser neues Stadion ist einfach phantastisch. Das Vereinsheim ist ein wirklich toller Ort zur Stärkung unseres Vereinslebens."In den Ausbau des Sportstadions im Kammerforst hat die Stadt Saarburg rund 2,2 Millionen Euro investiert. An diesen Kosten haben sich das Land Rheinland-Pfalz mit etwa 630 000 Euro und der Landkreis Trier-Saarburg mit 156 000 Euro beteiligt. In den Ausbau des Vereinsheims hat die TuS Fortuna Saarburg noch mal rund 100 000 Euro an Eigenleistungen investiert. Um den Bau des Kammerforststadions bezahlen zu können, hat die Stadt Saarburg das alte Sportgelände in der Friedensaue Ende 2009 verkauft und die auf dem Sportgelände lastenden Schulden von rund 130 000 Euro abgelöst. Gleichzeitig hatte die Stadt mit dem Bau des Kammerforststadions auf dem früheren Sportplatz der französischen Garnison begonnen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die TuS Fortuna Saarburg Fußball im Kammerforst gespielt. itz