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Stadt Konz führt eine Hundezählung durch

Prüfung : Stadt Konz lässt eine private Firma alle Hunde zählen

Verwaltung lässt Hundebestand durch professionelle Firma überprüfen

Mit der Corona-Pandemie haben viele Menschen ihre Liebe zum Tier entdeckt. Vor allem Katzen und Hunde sind gefragt.  Aktuell sind in der Stadt Konz 1084 Hunde angemeldet, davon 942 Ersthunde, 115 Zweithunde, sieben Dritthunde, 19 Hunde mit Steuerermäßigung und ein gefährlicher Hund. Es sind aber nicht nur „gefühlt“ mehr Hunde unterwegs, denn nach Angaben des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH) sind im Jahr 2020 rund 20 Prozent mehr Hunde gekauft worden als in den Jahren davor. Deshalb kündigt die Stadt Konz eine Hundezählung an. Aus Sicht der Verwaltung ist eine professionelle Hundezählung die einzige Möglichkeit, um Gerechtigkeit unter den Haltern zu schaffen.

„Dabei werden alle Konzer Haushalte von Mitarbeitern einer externen Firma befragt, ob ein oder mehrere Hunde gehalten werden, zu welcher Rasse sie gehören, wer der Halter ist und seit wann die Hundehaltung besteht“, erklärt die Verwaltung. Jeder Mitarbeiter trage bei der Zählung sichtbar eine von der Stadt ausgestellte Legitimation bei sich. Die Wohnungen würden nicht betreten. Es würden auch keine Steuern oder Gebühren vor Ort erhoben, betont die Verwaltung. Die Corona-Hygieneregeln würden eingehalten.

Bei der Zählung werde geprüft, ob die festgestellten Hunde angemeldet seien. „Sollte dies nicht der Fall sein, werden die Halter zur Anmeldung aufgefordert“, erklärt die Verwaltung. „Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, müssen die betroffenen Hundehalter gegebenenfalls mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung sowie einem Bußgeld rechnen.“

Die Verwaltung empfiehlt jedem Hundehalter, die Hunde schnellstens bei der Verbandsgemeindeverwaltung Konz anzumelden, um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen. Bei An- oder Nachmeldung bisher nicht versteuerter Hunde werde auf die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens verzichtet. Eine Hundebestandsaufnahme durch private Verwaltungshelfer ist in Rheinland-Pfalz zulässig, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Zu diesen Voraussetzungen gehört zum Beispiel, dass die Öffentlichkeit vorab darüber informiert wird.