Stadtbibliothek zeigt Gesundheitskunst

Kunst für die Gesundheit: Fast 140 Schüler der Klassenstufe 7 am Gymnasium Konz haben in den vergangenen Wochen ein Programm zur Förderung des Nichtrauchens absolviert.

 Für ihre Collagen und Skulpturen erhielten zahlreiche Schüler der Jahrgangsstufe 7 am Gymnasium Konz Preise und Urkunden. TV-Foto: Jürgen Boie

Für ihre Collagen und Skulpturen erhielten zahlreiche Schüler der Jahrgangsstufe 7 am Gymnasium Konz Preise und Urkunden. TV-Foto: Jürgen Boie

Konz. (jbo) Die Schüler des Konzer Gymnasiums haben zahlreiche Kunstwerke geschaffen, von denen jetzt einige mit Preisen bedacht wurden. Zu sehen sind die Skulpturen und Collagen noch bis zum 19. Mai in der Stadtbibliothek Konz.

"Natürliches Verhalten ist, nicht zu rauchen", sagt Professor Bernd Krönig vom Haus der Gesundheit aus Trier. Der umtriebige Mediziner arbeitet seit vielen Jahren gegen den Tabakkonsum und bietet für Schüler der Klassenstufe 7 ein Programm an, das die Jugendlichen vom Einstieg in das Rauchen abhalten soll. "Vier Schulstunden lang kümmern wir uns um die medizinischen Aspekte des Rauchens, und vier Stunden lang geht es um die psychologische Seite."

Mit dem Gymnasium Konz besteht bereits eine langjährige Kooperation. Höhepunkt des Programms ist die Vorstellung von Kunstwerken, in der Regel Collagen und Skulpturen, die im Kunstunterricht hergestellt werden und die sich mit dem Thema Rauchen beschäftigen.

"Ich bin begeistert von der künstlerischen Vielfalt und den prägnanten Aussagen", freut sich Krönig über die jetzt in der Konzer Stadtbibliothek ausgestellten Werke. Bei der mit Bürgermeister Karl-Heinz Frieden in der Bibliothek veranstalteten Preisverleihung für die 15 besten Werke erhielten die Preisträger Applaus von ihren Mitschülern - für manche offensichtlich ein ungewohntes Gefühl, denn hier und da zeigte sich ein leichtes Rosa auf den Gesichtern der Geehrten.

"Erfreulicherweise steigt die Zahl der Nichtraucher seit Jahren kontinuierlich an", verkündete Krönig. Als Gründe nennt der Mediziner neben der Aufklärungs- und Projektarbeit die gestiegenen Preise für Tabakwaren und den Rückgang der Anzahl der Zigarettenautomaten. "Jetzt wäre es noch schön, wenn eine einheitliche Gesetzgebung über den Nichtraucherschutz existieren würde", formuliert Krönig seine Hoffnung für die Zukunft.

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