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Stadtrat Hermeskeil trifft Entscheidung zu Rampe an der Hochwaldhalle

Abreißen oder sanieren? : Das soll mit der maroden Rampe zur Hermeskeiler Hochwaldhalle passieren

An der maroden Zugangsrampe zur Hochwaldhalle muss in absehbarer Zeit etwas passieren. Das wissen auch die Hermeskeiler Ratsmitglieder. Bislang war offen, ob das Bauwerk besser saniert oder neu gebaut werden sollte. Dazu gibt es nun eine grundsätzliche Entscheidung.

Die Rampe, die von der Schulstraße aus zum Eingang der Hermeskeiler Hochwaldhalle führt, bereitet den Stadtratsmitgliedern schon seit einiger Zeit Sorgen. Schon vor fünf Jahren wurde bei einer Überprüfung festgestellt, dass Wasser in den Beton eindringt und Schäden verursacht. Daraufhin veranlasste die Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, damals noch Eigentümerin der Halle, dass das marode Bauwerk provisorisch mit Holzbalken abgestützt wurde. Eine Sanierung sollte aber bald angepackt werden.

Seit die Stadt die Halle übernommen hat, steht der Stadtrat nun vor der Frage, was die beste Lösung für die Rampe wäre – Sanierung oder ein Abriss und Neubau. In ihrer jüngsten Sitzung haben die Ratsmitglieder dazu eine grundsätzliche Entscheidung getroffen.

Zuvor erläuterte Daniela Pitro von der Bauabteilung der VG-Verwaltung die Optionen. Sie schilderte zunächst die Feststellungen eines Gutachters, der sich die Rampe auf Bitten des Stadtrats noch einmal genauer angeschaut hatte. Dabei sei herausgekommen, dass die Rampe den aktuellen Vorgaben zur Barrierefreiheit nicht mehr entspreche. „Nach sechs Metern müsste es eigentlich ein Ruhepodest geben“, sagte Pitro. Zudem sei die Rampe zu steil, auch im Falle einer Sanierung müsse somit die Neigung verändert werden. Zusätzlich sei eine Ertüchtigung des Tragwerks erforderlich. Eine Kostenermittlung habe rund 113.000 Euro allein für die Sanierung der Rampe ergeben.

 Schon seit längerer Zeit wird die Zugangsrampe zur Hochwaldhalle durch eine Holzkonstruktion abgestützt. In den Beton dringt Wasser ein.
Schon seit längerer Zeit wird die Zugangsrampe zur Hochwaldhalle durch eine Holzkonstruktion abgestützt. In den Beton dringt Wasser ein. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

Wolle der Rat die Rampe stattdessen abreißen und neu errichten, schlage die Verwaltung eine entsprechende Aufschüttung des Geländes für eine Erdrampe vor. Das letzte etwa fünf Meter lange Stück bis zum Eingang könne eine Aluminium-Konstruktion überbrücken. Bei dieser Neubau-Variante noch nicht einbezogen seien mögliche Kosten zur Untersuchung des Baugrunds und für die Entsorgung eventueller Schadstoffe. Entsprechen Voruntersuchungen müssten noch erfolgen.

Der Gutachter hat laut Verwaltung eindeutig einen Neubau empfohlen. Die Kosten wären – weil die Rampe auch den Eingang zur angrenzenden Sporthalle der Integrierten Gesamtschule (IGS) sicherstellt – anteilig auf Stadt (27 Prozent), VG (27 Prozent) und den Kreis Trier-Saarburg als Träger der IGS (46 Prozent) aufzuteilen. Einer Lösung, egal wie diese aussehen solle, müsste somit auch die Gremien von Kreis und Verbandsgemeinde zustimmen.

Vor diesem Hintergrund erscheine „ein Wiederherstellen der Rampe in ihrer jetzigen Form wenig sinnvoll“, stellte René Treitz, erster Beigeordneter der Stadt Hermeskeil, fest. Aus dem Rat kamen Nachfragen zur künftigen Befahrbarkeit der Rampe im Falle eines Neubaus. Günter Weber (FWG) wies etwa auf die in der Halle stattfindende Hochwald-Gewerbeschau hin, für die auch „schwereres Gerät“ über die Rampe transportiert werden müsse. Die vorgeschlagene Aluminiumbrücke halte solche Lasten aus, sagte Treitz. Befahrbar machen werde man diese letzten fünf Meter zum Eingang aber nicht. Bernhard Kronenberger (CDU) fragte nach, ob der Aufbau einer neuen Rampe möglicherweise in den sechs Wochen dauernden Sommerferien machbar wäre. Damit blieben die Einschränkungen für die Schule überschaubar. Er rechne mit insgesamt mit etwa sechs bis acht Wochen, entgegnete Treitz. „Die Ferienzeit wäre dafür ideal.“

Auf Anregung von Sigurd Hein, Sprecher der Fraktionsgemeinschaft SPD/Die Linke, beschloss der Stadtrat bei einer Gegenstimme, die Variante Neubau weiter zu verfolgen und bis zur nächsten Sitzung Mitte Dezember die weiteren Kosten für die noch erforderlichen Untersuchungen zu ermitteln.