Stadtrat Saarburg stellt Weichen für Fortsetzung des Baus der Jugendherberge

Kommunalpolitik : Lösung für Jugendherberge in Sicht: Saarburger Stadtrat ändert Planung

Der Saarburger Stadtrat hat den Bebauungsplan für die Erweiterung der Jugendherberge geändert in der Hoffnung, dass die Bauarbeiten dort bald weitergehen können. Sie waren durch die Klage einer Anwohnerin gestoppt worden.

Die Verzögerungen bei Umbau und Erweiterung der Saarburger Jugendherberge haben den Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Hintergrund waren die erfolgreiche Klage einer Anwohnerin wegen Lärmschutz-Bedenken und ein dadurch ausgelöster Baustopp (der TV berichtete am Donnerstag). Das Stadtparlament beschlos am am Donnerstagabend einstimmig, sich nicht auf eine langwierige juristische Auseinandersetzung einzulassen, sondern kurzerhand den Bebauungsplan zu ändern. Demnach wird das Gelände dann nicht mehr dem Innenstadtbereich zugeordnet, sondern als Außenbereich deklariert, wo die Auflagen nicht so streng sind. Bürgermeister Jürgen Dixius (CDU) hofft nun, dass im Frühjahr 2020 weitergebaut werden kann. Alle Fraktionen waren sich einig, dass das Projekt wichtig für Saarburg sei und auch zeitnah vorangetrieben werden müsse.

Eine weitere Beschlussvorlage zur „Erstellung eines Verkehrskonzeptes für die Innenstadt“ passierte nach kurzer Diskussion einstimmig den Rat. Es sollen 30 000 Euro aus (beim Umbau der Straßenbeleuchtung) nicht verbrauchten Haushaltsmitteln in ein erstes externes Gutachten investiert werden, das die Verkehrssituation neutral beleuchten und die Verkehrsströme analysieren soll. „Der Verkehr in der gesamten Innenstadt, also nicht nur zwischen den Kreiseln, nimmt immer mehr zu. PKW, Radfahrer, Busse, Touristen – Wir müssen wissen, woher die Ströme kommen und wohin sie laufen, dann können wir unsere bereits vorhandenen Planungen bündeln“, sagte Dixius. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel Müller merkte an, dass man sich in seiner Partei schon intensiv Gedanken dazu gemacht habe und bald konkrete Vorschläge präsentieren wolle, was der Bürgermeister begrüßte.

Die SPD hatte eine Anfrage zur Bereitstellung von Containern für Bio-Abfälle gestellt. Gemeinsam beschloss der Rat auf Vorschlag der Verwaltung, die sich schon seit längerer Zeit mit den hygienischen Problemen solcher Container beschäftigt hatte, den Entsorgungsunternehmen etwas anzubieten. An den Standorten der Glascontainer sollen neuartige und hygienisch einwandfreie Container aufgestellt werden. Voraussetzung: „Die müssen wöchentlich getauscht werden“, forderte Dixius.

Auch im Baugebiet „Quartier de Lattre“ bei den alten französischen Kasernen geht es voran: Der Stadtrat beauftragte die mindestbietende Firma aus Freudenburg mit dem Ausbau einer Stichstraße hinter dem Edeka-Markt. Veranschlagt sind knapp 580 000 Euro.

Auch ein öffentliches W-lan-Netz soll installiert werden, zunächst an touristisch interessanten Orten Hierfür stellte der Rat 20 000 Euro bereit.

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