Startschuss für die Stadtwoche

Kanonendonner zum Auftakt, Feuerwerks-Böller zum Abschluss. An diesem Rahmen wird sich auch bei der Jubiläumsausgabe des größten Volksfests im Hochwald nichts ändern. Die 40. Hermeskeiler Stadtwoche läuft vom 10. bis 19. Juli. Ihr Programm weist viele vertraute Elemente auf, wird aber auch durch einige Neuerungen - etwa eine Mini-Gewerbeschau und das Abspecken auf eine Musik-Bühne - gekennzeichnet.

Hermeskeil. Es ist wieder so weit: Wenn heute um 17 Uhr der Rummel auf dem Festplatz mit seiner großen Attraktion, dem über 40 Meter hohen "Colossus"-Riesenrad, eröffnet wird und die Fahrgeschäfte ihre ersten Runden drehen, dann startet in Hermeskeil die Stadtwoche. Das große Volksfest, das vom städtischen Arbeitskreis (AK) 3 veranstaltet wird, feiert vom 10. bis 19. Juli seinen 40. Geburtstag. Wie gewohnt konzentriert sich das Geschehen ohne Zelt, aber mit zwei Biergärten auf den Festplatz am "Neuen Markt" und den Bereich zwischen altem Heimatmuseum und Amtsgericht.

Zwei Biergärten, aber nur noch eine Bühne



Optisch wird Stammgästen der Stadtwoche eine Neuerung sofort ins Auge fallen. Die Show-Bühne auf dem Festplatz ist weggefallen. Das bei früheren Ausgaben dort gebotene Programm hatte oft nur geringen Publikumszuspruch erfahren.

Ein zusätzliches Problem lag laut Bianca Mathey vom AK 3 darin, dass "die Leute, die dort gestanden haben, sich die Seele aus dem Leib schreien mussten, um gegen die Beschallung von den Fahrgeschäften anzukämpfen. Deshalb bleibt diesmal der Festplatz Festplatz und das Musik-Programm läuft ausschließlich auf der Bühne vor dem Amtsgericht".

Außerdem haben die Veranstalter auf eine weitere Besucher-Kritik in Sachen Geräuschkulisse reagiert. "Auf dem gesamten Festplatz läuft zur selben Zeit dieselbe Musik. Die Fahrgeschäfte machen das nicht mehr jeder für sich, sondern wir steuern die Beschallung zentral", so Mathey.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zu früheren Stadtwochen: Das Bühnenprogramm wurde abgespeckt. Konzerte mit Live-Bands laufen diesmal zunächst von Freitag- bis Montagabend. Dann folgt eine zweitägige Pause bis zum 16. Juli. Von diesem Donnerstagabend an werden dann wieder bis zum Abschlusssonntag an jedem Tag Musikgruppen auftreten. "Weil im Vorjahr der Hektoliter-Verkauf an Getränken zurückgegangen ist, mussten wir diesmal schon auf die Kosten achten", erläutert Mathey. Gleichwohl sollen Musikfans noch voll auf ihre Kosten kommen. Schließlich habe man - etwa mit "Chock-A-Block", "Prozac" oder "All about Joel" Cover-Bands verpflichtet, die in der ganzen Region bekannt sind.

Bei der Programmgestaltung (siehe Extra) finden sich viele bewährte Bestandteile wieder. Das fängt bei der offiziellen Eröffnung der "Donatuskirmes" am Samstag, 11. Juni, in altbekannter Manier an, wobei diesmal der neue Stadtbürgermeister Udo Moser den traditionellen Fassanstich vornimmt. Auch der große Krammarkt in der Innenstadt (15. Juli), die Ausgabe des von den Hermeskeilern heiß geliebten Erbseneintopfs (16. Juli) oder der Seniorennachmittag in der Hochwaldhalle (17. Juli) sind vertraute Elemente.

Das Beste haben sich die Veranstalter aber für den Schlusstag aufgehoben. Von 13 bis 18 Uhr haben am Sonntag, 19. Juli, nicht nur die Geschäfte geöffnet. Den Einkaufsbummel können Besucher erstmals auch mit einem Abstecher zu einer Mini-Gewerbeschau in der Fußgängerzone verbinden, an der circa 15 heimische Betriebe teilnehmen. Den farbenprächtigen Schlusspunkt setzt schließlich ab 22 Uhr der Publikumsmagnet der Stadtwoche schlechthin - das große Brillant-Feuerwerk.