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Station K: erste größere Veranstaltungen nach der Corona-Zwangspause Markt und Open-Air-Konzerte

Veranstaltungen : Draußen ist wieder was los: Ein Markt und fünf Konzerte in Saarburg

Die ersten größeren Veranstaltungen laufen nach der Corona-Zwangspause wieder an. Station K plant den Markt Bunt und Kreativ am 14. Juni. In drei Wochen beginnt eine Reihe von fünf Open-Air-Konzerten. Veranstaltungsort ist Saarburg – auch weil es woanders schwierig ist.

Veranstalter Christof Kramp wurde mit seiner Agentur Station K Mitte März voll ausgebremst. Acht Veranstaltungen, darunter ein Markt und zwei Konzerte, musste er seitdem wegen der Corona-Pandemie abblasen. Das ging an die Substanz. Den Unternehmer, der 15 Mitarbeiter auf Minijob-Basis beschäftigt, plagten Existenzängste – trotz Corona-Sofort-Hilfe. In dieser schwierigen Zeit gab es aber auch Lichtblicke. Kramp sagt: „Ich hatte tolle Begegnungen.“ Ein Beispiel: Eine Frau, die selbst arbeitslos geworden war, hat ihn mit dem Kauf eines Gutscheins, unterstützt. Sie finde seine Arbeit „toll“, habe sie geschrieben.

Nun freut Kramp sich, dass es endlich wieder losgeht. In einer Woche schon. Dann soll der Markt Bunt und Kreativ im Saarburger Ländchen an der Saar laufen. Es folgen fünf sehr unterschiedlich Open-Air-Konzerte, allesamt an einem neuen Veranstaltungsort: auf dem Kasernengelände in Beurig, gleich hinter der Famokaserne.

 Liedermacher Götz Widmann wird am 26.6. in Saarburg auftreten.  Foto: Götz Widmann
Liedermacher Götz Widmann wird am 26.6. in Saarburg auftreten. Foto: Götz Widmann Foto: Götz Widmann

Das Programm Auf dem Markt Bunt und Kreativ am Sonntag, 4. Juni, wird von 11 bis 18 Uhr Selbstgefertigtes wie Schmuck, Lampen und Genähtes angeboten. Zudem gibt es an den 15 bis 20 Ständen Regionales wie Käse und auch Brot, Salami und Lakritze. Ansonsten locken frisch zubereitete Würstchen, Flammkuchen, Crêpes und Waffeln.

Der deutsche Liedermacher Götz Widmann spielt zum Auftakt der Open Airs am Freitag, 26. Juni. Bei seinen Konzerten in der Region hat der Sänger mit den frechen Texten  schon mehrfach die Menschen mitgerissen. Diesmal hat er seine brandneue CD Tohuwabohu mit im Gepäck. We rock Queen heißt es am Samstag, 4. Juli. Diese Band legt in ihrer Tribute-Show den Schwerpunkt auf die authentische Wiedergabe der Queen-Songs. Mit dabei: Der Eifeler Gitarrist Frank Rohles sowie Schlagzeuger Boris Ehlers. Beide gehörten zur Originalbesetzung des Queen-Musicals „We will rock you“ in Köln. Rohles hat dafür eine Goldene Schallplatte erhalten.

 Zentury XX , die neue Band von Frank Rohles spielt Meilensteine der Rock- und Pop-Musik. Foto: Ulrich Korte
Zentury XX , die neue Band von Frank Rohles spielt Meilensteine der Rock- und Pop-Musik. Foto: Ulrich Korte Foto: TV/Zentury XX

Die Songs von Rio Reiser sowie Ton Steine Scherben präsentieren am Freitag, 14. August, Kai und Funky von Ton Steine Scherben sowie der Songpoet Gymmic. Zum 50. Geburtstag der Band gibt es ein spezielles Programm mit allen Highlights seit 1970. Zentury XX, die neue Band von Frank Rohles, sollte ursprünglich im April ihren Premierenauftritt in Saarburg feiern. Nun kommt die Combo am Samstag, 15 August, an die Saar: Fünf professionelle Musiker spielen dann Meilensteine der Rock- und Pop-Musik. Und noch eine hochkarätige Tribute-Band tritt in Saarburg auf: Mam. Die Gruppe hat sich ihren Namen als Antwort auf Bap (steht für Vater) gegeben und spielt auch die Hits der Kölschrocker. Die Stimme von Sänger Klaus Drotbohm klingt der von Wolfgang Niedecken so verblüffend ähnlich, dass dieser sie in einer Radiosendung selbst nicht von seiner eigenen unterscheiden konnte. Mam rockt am Samstag, 22. August, in Saarburg.

Die Regeln Für alle Veranstaltungen gelten strenge Corona-Regeln. Die Zahl der Besucher ist auf 250 beschränkt. Für die Konzerte werden Stühle aufgestellt. So wie es die Verordnung vorgibt, die ab Mittwoch gilt und am Freitag veröffentlicht wurde, werden die Gäste jeweils in einer Einbahnstraßenregelung über das Gelände beziehungsweise zu ihrem Stuhl gelenkt. Am Eingang werden die Kontaktdaten erfasst. Zudem steht dort Desinfektionsmittel für die Hände bereit.

Beim Markt wird die Besucherzahl per Handticker und Einlassbänder kontrolliert. Bei beiden Veranstaltungsarten müssen die Besucher einen Mund-Nasenschutz tragen, so lange sie nicht sitzen. Die Stühle bei den Konzerten werden im Abstand von 1,50 Meter aufgestellt. Angehörige eines Haushalts dürfen zusammenrücken. Auch an den Essens- und Getränkeständen, die mit viereinhalb Meter Abstand aufgestellt werden, herrscht Einbahnstraßenverkehr. Sprich: auf der einen Seite wird bestellt, auf der anderen die Ware entgegengenommen. Tische zum Verzehr stehen parat und werden regelmäßig desinfiziert.

 Der Saarburger Veranstalter Christof Kramp ist froh, dass er wieder loslegen kann.
Der Saarburger Veranstalter Christof Kramp ist froh, dass er wieder loslegen kann. Foto: TV/Marion Maier

Warum Saarburg statt Konz? Einige der Konzerte waren ursprünglich auf der Waldbühne am Freilichtmuseum Roscheider Hof geplant, doch habe der Konzer Bürgermeister Joachim Weber auf die Bremse getreten. Christof Kramp sagt: „Er wollte erstmal keine Veranstaltungen zulassen.“ In Saarburg hingegen sei Verwaltungschef Jürgen Dixius offen gewesen. Er habe zwar vom Saarufer als Veranstaltungsort abgeraten, aber dann erfolgreich bei der Suche nach Alternativen geholfen.