Staugefahr auf dem Weg nach Trier

Staugefahr auf dem Weg nach Trier

Wer über die Pellinger Straße nach Trier fahren will, muss sich ab Montag, 4. August, auf Verzögerungen einstellen. Wegen Sanierungsarbeiten an einer Bahnbrücke erwartet die Autofahrer kurz vor dem Trierer Moselufer eine Baustellenampel.

Trier/Konz. Tausende Pendler aus dem Trierer Umland fahren über die Pellinger Straße/B 268, wenn sie nach Trier wollen. Ab Montag, 4. August, müssen sie 14 Tage lang mit Verzögerungen rechnen. Weil der Übergang von der Fahrbahn der Bundesstraße zur Bahnbrücke kurz vor dem Moselufer erneuert werden muss, investiert die Stadt Trier 130 000 Euro in Bauarbeiten an der Brücke (siehe Extra). Während der ersten Bauphase, in der die Übergangskonstruktion zwischen normaler Fahrbahn und Brückenfahrbahn provisorisch ersetzt wird, wird der Verkehr zwei Wochen lang einspurig mit Hilfe einer Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet. Die 12 600 Fahrzeuge, die laut der Stadt Trier die Brücke täglich passieren, müssen dann Wartezeiten in Kauf nehmen.Pendler rechnen mit Rückstaus



Vor allem morgens und abends dürfte das zu Rückstaus im Berufsverkehr führen. Ein Tipp zum Vermeiden: "Ganz frühmorgens wird das nichts ausmachen", sagt Dieter Klever, der jeden Tag an der Stelle vorbeifährt, um nach Bitburg zu kommen. Der Ortsvorsteher der Konzer Stadtteile Niedermennig, Obermennig und Krettnach geht aber davon aus, dass ab halb 8 Uhr morgens der Rückstau beginnt.
Dieser könnte zum Beispiel für Pendler Erwin Born zum Problem werden. Er arbeitet als Stationsleiter der Inneren Abteilung im Brüderkrankenhaus und wohnt in Niedermennig - muss also jeden Tag an der Stelle vorbei.
"Ich probiere das am ersten Tag der Ampelschaltung aus. Wenn es gar nicht geht, fahre ich den Umweg über Konz", sagt er. Insgesamt müsste er dann pro Weg fünf Kilometer mehr fahren. Born hofft darauf, dass die Ampelphasen an die Pendlerströme angepasst werden: Morgens längere Grünphasen in Richtung Stadt, abends in Richtung Feyen hält er für angebracht.

Die Stadtverwaltung Trier beantwortet eine entsprechende Anfrage knapp: "Es wird eine verkehrsabhängige Lichtsignalanlage eingesetzt", heißt es dort.
Ein weiterer Pendler freut sich darüber, dass die Baumaßnahme in die Ferien gelegt worden ist. Als Lehrer bleibe ihm das potenzielle Verkehrschaos erspart, sagt der Mann. Er setzt hinzu: "Sollte es zu langen Rückstaus kommen, fahren die Ortskundigen über Feyen, Heiligkreuz und Trier-Süd in Richtung Innenstadt."
Doch das bringt diesmal laut dem Trier-Feyener Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD), dessen Stadtteil sonst unter den ausweichenden Pendlern leidet, ohnehin nichts. Denn am künftigen Nahversorgungszentrum Castelnau entstehe zurzeit ein Kreisverkehr zwischen der Pellinger Straße sowie den Straßen Am Sandbach und Zum Pfahlweiher. Deshalb halte auch dort eine Ampel den Verkehr auf, eventuell werde es sogar diesen Sommer noch eine Vollsperrung geben.
Lehnart empfiehlt deshalb: "Entweder müssen die Pendler die Wartezeit in Kauf nehmen oder direkt auf das Moselufer ausweichen."
Der Ortsvorsteher hält die Baumaßnahme an der Brücke für absolut notwendig. Zuletzt hätten sich Anwohner beschwert, weil durch das kaputte Widerlager an der Brücke zusätzlicher Straßenlärm entstanden sei.Extra

Während der Bauarbeiten wird die Übergangskonstruktion sowie das Brückenlager auf der Feyener Seite erneuert. Punktuell werden auch die Gehwegkappen saniert. Laut Dieter Jacobs vom Presseamt der Stadt Trier ist der Austausch dringend erforderlich. "Die Lager sind aufgrund des Alters in einem schlechten Zustand und werden aus synergetischen Gründen im Zuge der Maßnahme mit erneuert", setzt er hinzu. Wie lange die zweite Bauphase dauert, sei noch nicht abschließend mit dem Landesbetrieb Mobilität geklärt, heißt es bei der Stadt Trier. Die zweite Phase wird laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung aber voraussichtlich in die Herbstferien gelegt. cmk

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