Staunen rund ums Rathaus
Der neue Standort des Hermeskeiler Weihnachtsmarktes "rund ums Rathaus" ist bei den Besuchern ebenso gut angekommen wie das hohe Niveau der Angebote.
Hermeskeil. Wer nicht darauf gefasst ist, ist schon perplex. Statt entlang der Fußgängerzone aufgebauter Hütten erwartet die Besucher des Hermeskeiler Weihnachtsmarktes eine wie leer gefegt wirkende Straße. Nur die von Kindern geschmückten Weihnachtsbäume vermitteln vorweihnachtliche Stimmung. Und die Feuerwehr, die binnen weniger Stunden 120 Weihnachtsbäume verkauft. Ein wenig enttäuscht schaut sich daher mancher vor dem Rathaus um, wo nur wenige Stände stehen. Doch in diesem Jahr ist alles anders bei dem um eine Woche vorverlegten Markt, der eigentlich erst hinter dem Rathaus richtig beginnt. Die rund um den Parkplatz aufgebauten Hütten bieten alles, was Herz und Gaumen begehren. Seien es Dekorationsartikel für die Adventszeit, handgefertigter Schmuck und gestrickte Schals für den Gabentisch oder Leckereien. Während die Einen der Duft frischer Waffeln lockt, zieht es andere zu dem in Töpfen dampfenden heißen Glühwein. Auf süße Knabbereien muss dort aber keiner verzichten. Denn nicht selten werden auch selbst gebackene Plätzchen angeboten.Wandbehänge, Karten, Tischgestecke
Was die Besucher jedoch am meisten beeindruckt, ist die Idee, den Markt "rund ums Rathaus" pulsieren zu lassen. "Ach, da sind ja auch noch Stände", freut sich eine Hermeskeilerin, dass auch in die Gasse jenseits des Rathauseinganges Leben eingekehrt ist. Obendrein stimmt auch noch das Angebot an den festlich geschmückten Hütten. Kreative Wandbehänge und Weihnachtsgrußkarten oder Weihnachtstassen, liebevoll dekoriert als Tischgesteck, lassen viele ihre Geldbeutel zücken. Inmitten weihnachtlicher Live-Musik, die abwechselnd mehrere Musikgruppen erklingen lassen, macht das nur umso mehr Freude. Unterm Strich scheint die Rechnung von Stadt und Hermeskeiler Gewerbeverband (HGV) daher aufgegangen zu sein. Die Besucher haben den neuen Standort offensichtlich angenommen. "Das ist nicht schlecht", kommentiert Roman Arend aus Hermeskeil den neuen "Weihnachtsmarktplatz". In der Fußgängerzone sei das alles immer ein bisschen eng gewesen.Auch Stadtmarketing-Assistentin Jutta Straubinger spricht von positiver Resonanz, was den Standortwechsel betreffe. Auch das hohe Niveau des an 30 Ständen - einem Rekord - vorgehaltenen Angebotes sei sehr gut angekommen. Am Samstag sei ihr aber viel zu wenig Betrieb gewesen. Allerdings habe das wohl an dem eisigen Wind gelegen, der vor allem Familien mit Kindern von einem Bummel abgehalten habe. Dafür sei es jedoch am Sonntag, vor allem bei der Verlosung, wieder erwartungsgemäß "knackevoll" gewesen.