Straßensanierung: Ortsmitte wird gesperrt

Straßensanierung: Ortsmitte wird gesperrt

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Mandern beginnt am Montag. Dann wird zunächst die Zerfer Straße erneuert. Für die Autofahrer bedeutet das, dass sie Richtung Zerf eine Umleitung in Kauf nehmen müssen.

Mandern. Flickenteppich, Risse, tiefe Mulden - die Ortsdurchfahrt in Mandern präsentiert sich den Autofahrern schon seit langem nicht mehr von ihrer besten Seite. Das hat sich inzwischen bis zur rheinland-pfälzischen Landesregierung herumgesprochen. Auch Infrastrukturminister Roger Lewenz sieht den Sanierungsbedarf. Der derzeitige Zustand entspreche nicht mehr den Anforderungen, sagte Lewentz.
Rundumerneuerung


Damit dieser schlechte Zustand möglichst bald ein Ende hat, gehen am Montag die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt, der Kreisstraße (K) 68, in die zweite Runde. Dabei wird laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier zunächst die Zerfer Straße in zwei Etappen vom Burkelsbach Richtung Ortsmitte und von der Brücke über den Burkelsbach Richtung Ortsausgang saniert.
In einem zweiten Abschnitt kommt dann die Hans-Bilstein-Straße an die Reihe. Beide Straßen werden rundum erneuert und erhalten neue Gehwege. Im Auftrag der Ortsgemeinde werden zudem die Friedhofs- und Waldstraße ausgebaut. Die Anwohner und der Durchgangsverkehr müssen aus diesem Grund eine Sperrung der Straße und eine Umleitung in Kauf nehmen (siehe Extra). Martin Alten, Manderns Ortsbürgermeister ist überrascht und froh, dass die Arbeiten nun beginnen können. Denn mit dem Start kommende Woche liegt der Ausbau sogar vor dem Zeitplan. "Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass es erst nach den Ferien losgeht", sagt Alten. Aber der Termin zu Beginn der Ferien sei natürlich noch besser. So hätten die Firmen mehr Zeit zur Verfügung. Die Baufirma wolle schon loslegen, erläutert Ralf Jakobs vom LBM. Deshalb starteten die Arbeiten bereits früher. Läuft alles nach Plan, soll die Erneuerung der Zerfer Straße bis Oktober 2012 abgeschlossen sein. Insgesamt werden die Bauarbeiten rund 2,5 Jahre in Anspruch nehmen. Bereits beendet ist der erste Bauabschnitt, in dem die Hauptstraße und die Weiskirchener Straße erneuert sowie die Brunnen- und Gartenfeldstraße ausgebaut wurden.
Neue Wasserleitungen


Während der Sanierung werden die Keller Verbandsgemeinde-Werke auch die Wasser- und Abwasseranlagen austauschen. "Die Rohre waren kaputt", sagt Werksleiter Jörg Jost. Deshalb seien die Arbeiten notwendig.
Dabei werden die alten Wasserleitungen ersetzt. Zudem wird das Kanalsystem von einem Misch- in ein Trennsystem umgewandelt. Das bedeutet, dass Abwasser und Regenwasser zukünftig durch getrennte Rohre fließen werden. Das diene dem Hochwasserschutz und senke nebenbei noch die Betriebskosten der Kläranlage, erklärt Jost. "Das Regenwasser ist ja schon sauber. Das muss nicht mehr gereinigt werden." Da die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt größtenteils nur bei einer kompletten Sperrung der Straße möglich sind, ist für Autofahrer ab Montag eine Umleitung eingerichtet. Der Anliegerverkehr wird laut Landesbetrieb Mobilität soweit wie möglich aufrechterhalten. Die Umleitung ist ausgeschildert und führt ab der Manderner Ortsmitte über die K 70 sowie die B 407 nach Zerf. Von dort geht es über die K 68 (Frommersbach) nach Mandern und umgekehrt. hsc Der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Mandern kostet insgesamt rund fünf Millionen Euro. Denn größten Anteil trägt die Verbandsgemeinde Kell am See mit rund drei Millionen Euro, die nur für die Abwasser- und Wasseranlagen aufgewendet werden. 1,2 Millionen Euro entfallen auf den Kreis Trier-Saarburg, 750 000 Euro auf die Gemeinde Mandern. Landes-Infrastrukturminister Roger Lewentz hat dem Kreis einen Zuschuss in Höhe von 877 000 Euro zugesagt. hsc

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