Straßensanierung wird zur Herausforderung

Straßensanierung wird zur Herausforderung

Der Weg für das Baugebiet "Im Pferdsgarten" ist frei: Der Konzer Stadtrat hat in seiner Sitzung den Auftrag zur Erschließung des Areals an eine örtliche Baufirma erteilt. Außerdem vergab der Rat Aufträge zur Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte St. Johann.

Konz. Startschuss für das Neubaugebiet Pferdsgarten in Könen. Beschlossen und fertig geplant war das Projekt - die Erschließung des Geländes konnte beginnen, nur der Auftrag des Stadtrates an eine Baufirma fehlte. Den Zuschlag erhielt in der jüngsten Sitzung auf einstimmigen Ratsbeschluss die Konzer Firma Elenz.
Spatenstich erfolgt Mitte Mai


Der Bau der Erschließungsstraßen mitsamt der unterirdischen Wasser- und Abwasserinfrastruktur wurde von den Planern mit über 2,2 Millionen Euro kalkuliert, und sieben Baufirmen hatten bei der Ausschreibung mitgeboten. Das günstigste Angebot in Höhe von 2,219 Millionen Euro kam von der Firma Elenz.
Die Arbeiten sollen in den kommenden Tagen beginnen. Mitte Mai, so Bürgermeister Karl-Heinz Frieden, wolle man mit dem traditionellen Spatenstich das Projekt offiziell auf den Weg schicken. Die Erschließungsarbeiten werden etwa ein Jahr dauern. Dabei sollen 88 Baugrundstücke entstehen. Mit dem Verkauf der Parzellen will die Stadt im Herbst 2013 beginnen.
Auch ein weiterer einstimmiger Vergabebeschluss betraf das Könener Baugebiet: Für den Angebotspreis von 135 000 Euro wird das RWE die Straßenbeleuchtung im Pferdsgarten installieren.

Sanierung der Niedermenniger Straße: Das größte Konzer Straßenbauprojekt in diesem Jahr ist zugleich das problematischste: Die Sanierung der Niedermenniger Straße (L 138) auf 825 Metern Länge zwischen Einmündung Wiltinger Straße und Schulzentrum (Ortsausgang Konz) stellt für die Planer eine Herausforderung dar (der TV berichtete). Die L 138 ist als direkte Verbindung zum Konzer Tälchen und zur Pellinger Straße (B 268) stark frequentiert. Außerdem gilt die Straße als einzige Direktanbindung ans Konzer Schulzentrum. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) ist bei der Sanierung federführend. In der jüngsten Stadtratssitzung erläuterte Thomas Adler vom Bauamt der Verbandsgemeinde Konz die Termine und technischen Details der LBM-Planung.
Besonders die Anbindung ans Schulzentrum bereitet Kopfzerbrechen, zumal größtenteils bei Vollsperrung gearbeitet werden muss. Die erste Bauphase in Höhe der Schulen soll daher auf die Sommerferien 2013 gelegt werden - aber auch in den unteren Bauabschnitten dürfte es Probleme wegen der Sperrungen geben. Die Busanbindung ist jedenfalls gesichert. Adler: "Testfahrten des RMV mit Gelenkbussen haben gezeigt, dass sich das Schulzentrum mit den großen Fahrzeugen auch von unten anfahren lässt."
Die Gesamtkosten hat der LBM auf rund 750 000 Euro veranschlagt, davon entfallen auf Stadt und Anlieger rund 320 000 Euro für den Bau neuer Bürgersteige. Der Rat stimmte der Planung einstimmig zu.

Rohbau fertig:
Im Rohbau fertiggestellt ist die neue Kindertagesstätte St. Johann in Karthaus. Einstimmig hat der Rat weitere Aufträge vergeben: Metall-, Rollladen- und Verglasungsarbeiten gingen für 145 000 Euro an die Firma Otto Reuter aus Manderscheid. Die Firma Pölcher und Kalle aus Zeltingen-Rachtig erhielt für 139 000 Euro den Auftrag für die Dachisolierung und Klempnerarbeiten.
Extra

Ein Antrag der Grünen führte in der Ratssitzung zu einer kurzen "Beleuchtungsdebatte". Die grüne Fraktion schlug vor, ab sofort die derzeit gebräuchlichen Natriumdampflampen nach Defekten nur noch durch LED-Lampen zu ersetzen. Der Vorschlag stieß bei den anderen Fraktionen und beim Stadtvorstand auf keine Gegenliebe. Dagegen spricht nach Meinung der Mehrheit die unterschiedliche Optik bei Dunkelheit: Natriumdampflampen leuchten gelblich, LED-Lampen erzeugen weißes Licht. Bürgermeister Karl- Heinz Frieden: "Eine Mischung beider Systeme würde zu einem verwirrenden Farbenspiel führen, das der Verkehrssicherheit kaum dienlich wäre." Langfristig werde die Konzer Straßenbeleuchtung laut Frieden aber komplett auf LED-Licht umgestellt. Dies sei auch Konsens in allen Gremien. Der komplette LED-Einbau empfehle sich in Neubaugebieten oder bei einem Leuchtenaustausch in ganzen Straßenzügen. Frieden nannte auch Vergleichszahlen: Die Einführung der gelben Natriumdampflampe habe gegenüber der weißen Hochdruckdampflampe zu einer Stromeinsparung von etwa 60 Prozent geführt. Frieden: "Das war ein gewaltiger Sprung. Der Wechsel von der gelben Natriumdampflampe zur LED bringt aber nur eine Einsparung von 20 bis 30 Prozent." Dies mache den Systemwechsel in ganzen Straßenzügen nur um des Wechselns willen schon wegen der Umrüstungskosten unwirtschaftlich. f.k.

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