Streusalzlager sind Ende Oktober voll

Streusalzlager sind Ende Oktober voll

Die Straßenmeistereien im Landkreis Trier-Saarburg wappnen sich für den Winterdienst und haben ihre Fahrzeugflotte für die kalte Jahreszeit schon gerüstet. In den nächsten Tagen sollen Tausende Tonnen Streusalz kommen.

Hermeskeil. "Wir werden mit vollen Lagern in den Winterdienst gehen." Das betont Arnold Eiden, Leiter der Master-Straßenmeisterei (MSM) Hermeskeil (siehe Extra). Wenn Schnee und Eis kommen, versuchen dort 25 Räumfahrzeuge den Autofahrern den Weg freizuschaufeln. "Die Fahrzeuge und Geräte sind schon startklar", sagt Eiden.

Doch wie sieht es mit dem Streusalz aus? Schließlich ist allen noch der vergangene Winter gut in Erinnerung, als praktisch die ganze Republik wegen des anhaltenden Frosts nach Salz rief und auch in der Region die Vorräte knapp wurden. Momentan lagern in den sieben Hallen der MSM Hermeskeil nur die Restbestände aus der vergangenen Saison. Gleiches gilt auch für die drei Lager der MSM Trier.

Mehrere Anbieter sollen Streusalznachschub sichern



Doch es gibt keinen Grund zur Panik, versichert Klaus Wagner vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier. Die LBM-Zentrale in Koblenz steuert den Einkauf und die Verteilung des Streusalzes. Ein Anbieter aus Holland werde in den nächsten Tagen das Salz, das wahrscheinlich aus Marokko kommt, liefern. "Bis Ende Oktober sind alle Hallen gefüllt", sagt Wagner. Die Lagerkapazität in der MSM Hermeskeil liegt bei circa 5500 Tonnen. Bei der MSM Trier sind es 2000 Tonnen.

Klar ist aber auch: Bei einem strengen Winter - so wie es der vorige einer war - kommen die Straßenmeistereien selbst bei anfangs randvollen Streusalzlagern nicht über die Runden. In der MSM Hermeskeil wurden 2009/10 beispielsweise 11 000 Tonnen verbraucht.

Damit es diesmal nicht wieder zu einem Engpass kommt, hat der LBM laut Wagner mehrere Lehren gezogen. "Es wurden Verträge mit einer größeren Anzahl von Lieferanten gemacht. Die Chance ist dann größer, dass einer noch Salz vorrätig hat, wenn den anderen wegen der großen Nachfrage die Luft ausgehen würde." Außerdem hat der LBM sich auf folgendes Vorgehen verständigt. In früheren Wintern war es so, dass die Lager oftmals häufig bis zur Hälfte oder sogar weniger heruntergefahren wurden, ehe Streusalz nachbestellt wurde. Diesmal wird es laut Wagner hingegen so sein, dass nachgeordert wird, sobald aus den vollen Hallen 20 Prozent der Lagerkapazität entnommen wurde.

Die Straßenmeistereien und der LBM übernehmen allerdings nur den Winterdienst auf klassifizierten Straßen - also Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen. Innerorts sind die Kommunen auf den Gemeindestraßen selbst tätig. In Morbach und Hermeskeil haben die Bauhöfe schon frühzeitig Vorsorge getroffen und schon im Sommer ihre Streusalzlieferung erhalten. "Unsere Lager sind voll", sagen die Bauhof-Leiter Reinhard Sonntag (Morbach) und Volker König (Hermeskeil) unisono. Sie sagen beide: "Wenn morgen der Winter kommt, könnten wir gleich loslegen".

Extra Master-Straßenmeisterei: In Rheinland-Pfalz wurden im Januar 2008 jeweils drei Straßenmeistereien zu einer neuen Master-Straßenmeisterei (MSM) zusammengefasst, um Geld zu sparen und die Organisation zu straffen. Die MSM Hermeskeil setzt sich seitdem beispielsweise aus den bis dahin selbstständigen Alt-Straßenmeistereien Hermeskeil, Saarburg und Thalfang zusammen. Die MSM Hermeskeil betreut ein 930 Kilometer langes Straßennetz. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über den Großteil des Kreises Trier-Saarburg - und zwar die Verbandsgemeinden (VG) Hermeskeil, Kell, Ruwer, Konz und Saarburg. Er umfasst aber auch die VG Thalfang und geht bis vor die Tore Morbachs. Für den Rest des Kreises Trier-Saarburg ist die MSM Trier zuständig. Sie betreut vom Standort Trierweiler-Sirzenich aus 310 Straßenkilometer in den VG Trier-Land und Schweich und dreht dort im Winterdienst mit acht Fahrzeugen ihre Runden. Die MSM Wittlich deckt den Großteil des Landkreises Bernkastel-Wittlich ab. (ax)