Sturmfolgen: Fällarbeiten für mehr Sicherheit

Sturmfolgen: Fällarbeiten für mehr Sicherheit

Saarburg hat immer noch mit den Folgen des Orkans Xynthia zu kämpfen. An der Sesselbahn sollen im Sommer Bäume gefällt werden. Bei einem erneuten Sturm könnten sie auf die Tankstelle und die Straße stürzen.

(hsc) Rückblende zum 28. Februar: Das Sturmtief Xynthia wütet in Saarburg. Zehn Bäume stürzen auf die Saarburger Sesselbahn. Weitere werden entwurzelt. Nach drei Tagen ist die Bahn nach einer heiklen Bergungsaktion freigeräumt (der TV berichtete). Vier Monate später beschäftigen die Folgen des Orkans die Saarburger Politiker weiter. Nach Xynthia bleibt die Frage, was mit dem Hang an der Sesselbahn passieren soll, bevor die nächste Sturmperiode beginnt.

Das Problem: Das Waldstück ist durch die Schneise für die Sesselbahn sehr anfällig für Stürme. Außerdem fehlt den verbleibenden Douglasien an der Straße "Im Hagen" der Schutz von hinten. Seit Xynthia einen Teil der Bäume entwurzelt hat, bieten sie eine zu große Angriffsfläche.

Vor allem bei Westwind besteht deshalb eine große Gefahr für die angrenzende Straße und die Tankstelle. "Da muss man nicht viel Fantasie haben", sagt Helmut Lieser, Leiter des Forstamts Saarburg. Die aktuelle Situation sei so nicht haltbar.

Umleitung im Sommer



Die Bäume am unteren Hang gegenüber der Tankstelle sollen deshalb gefällt werden. Ein weiteres Stück des Abhangs wird neben der Sesselbahn freigeräumt. "Die Sicherheit für die Sesselbahn geht vor", begründet Lieser den Beschluss des Ausschusses Landwirtschaft, Forsten und Weinbau des Stadtrats Saarburg.

Auch Stadtbürgermeister Jürgen Dixius sieht die Notwendigkeit der Aktion: "Die Bäume sollen noch in diesem Jahr gefällt werden." Im Sommer müssen die Saarburger Autofahrer deshalb mit einer weiteren Umleitung in der Stadt rechnen. Da die Arbeiten laut Dixius sehr aufwendig sind, wird eine Sperrung der Straße nötig sein.

Auf die Stadt kommen dadurch Kosten zu, die im Haushalt für dieses Jahr nicht eingeplant waren. Schon die Räumungsarbeiten im Februar und März kosteten die Stadt 10 000 Euro zusätzlich. Die Nadelhölzer am Hang zu fällen, wird den Etat der Stadt weiter belasten. Genaue Zahlen werden laut Dixius aber erst im Herbst vorliegen.

Nur wenig Geld muss Saarburg für neue Gewächse ausgeben. Da der Hang kein wichtiger Wirtschaftsstandort ist, sollen nur vereinzelt neue Pflanzen gesetzt werden. Die Fläche solle sich von Natur aus wieder bewalden, sagt Lieser.

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