Suche nach vermisstem Jugendlichen in der Mosel fortgesetzt

Suche nach vermisstem Jugendlichen in der Mosel fortgesetzt

Große Suchaktion an der Mosel in Höhe Konz/Trier-Zewen: Dort wird ein 16-Jähriger vermisst. Am Mittwochabend ist der Junge von der alten Konzer Eisenbahnbrücke in die Mosel gesprungen. Bis jetzt bleibt die Suche erfolglos.

Am Donnerstag waren die Feuerwehren aus Trier und VG Konz mit Booten im Einsatz. Foto: Friedemann Vetter
Zweiter Tag der Suche nach dem vermissten Jungen in der Mosel. Die Feuerwehren aus Trier und VG Konz sind mit Booten im Einsatz. Am Ufer in Konz am Yachthafen ist die Einsatzzentrale eingerichtet. Foto: Friedemann Vetter
Zweiter Tag der Suche nach dem vermissten Jungen in der Mosel. Die Feuerwehren aus Trier und VG Konz sind mit Booten im Einsatz. Am Ufer in Konz am Yachthafen ist die Einsatzzentrale eingerichtet. Foto: Friedemann Vetter


Nach einem Sprung am Mittwochabend in die reißende Mosel fehlt von einem 16-Jährigen noch jede Spur, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen dem TV. Seit etwa 9 Uhr suchen Wasserschutzpolizei und Feuerwehr am Donnerstag wieder die Mosel nach dem Vermissten ab. Zunächst konzentriert sich nach Angaben von Dietmar Esch von der Wasserschutzpolizei in Trier die Suche weiter auf den Bereich der Mosel zwischen Campingplatz Konz und der Schleuse Trier. Allerdings, so der Einsatzleiter, könne dieser Bereich je nach Ergebnis noch ausgeweitet werden. Durch das derzeitige Hochwasser könne es sein, dass der Vermisste auch über eines der heruntergefahrenen Wehre abgetrieben sei. Zum Einsatz kommen bis zu vier Boote der Feuerwehren sowie Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei.

Der Vorfall hatte sich am Abend gegen 20 Uhr an der etwa 8 bis 10 Meter hohen alten Eisenbahnbrücke in Konz ereignet. Der 16-Jährige war mit zwei anderen Jugendlichen unterwegs. Diese zwei, nach Volksfreund-Informationen ein Mädchen und ein Junge, sind dem 16-Jährigen hinterher gesprungen, um nach ihm zu suchen. Sie standen unter Schock und wurden von einem Notfall-Seelsorger betreut.

Lars Jahn (15) aus Konz ist am Donnerstag die ganze Zeit an der Unglücksstelle. Er geht auf die gleiche Schule wie der vermisste Junge und kannte ihn seit drei Jahren. "Eigentlich wollte ich auch gestern Abend mit, aber ich hatte ein komisches Gefühl. Ich schwimme sehr, sehr gerne und bin auch schon mal gesprungen. Ich hoffe das sie ihn finden, vielleicht hat er sich ja ans Ufer gerettet. Ich bleibe heute den ganzen Tag hier und hoffe das sie ihn lebend finden. Meine Hoffnung stirbt zuletzt."

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Konz, Wasserliesch, Oberemmel, Nittel, Igel, der Löschzüge Trier-Euren, -Zewen, -Stadtmitte waren an beiden Moselufern im Einsatz, um nach dem Vermissten zu suchen. Auch Taucher der Berufsfeuerwehr und der Wasserrettung waren im Einsatz. Etwa 100 Einsatzkräfte insgesamt waren im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Helikoper der Air Rescue Luxemburg flogen das Moselufer zwischen Campingplatz Konz und der Trierer Staustufe ab. Währenddessen patrouillierten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Ufer, auch Boote waren im Einsatz.

Die Mosel hatte am Abend eine Temperatur von nur zehn bis zwölf Grad Celsius - gefährlich für Schwimmer. Außerdem befindet sich aufgrund des Hochwassers viel Treibholz in dem Fluss, das zur tödlichen Falle werden kann.

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