Saarburg : Zwei Bands rocken Saarburg mit Hits von Queen und Tom Petty

Zum zehnten Geburtstag der Summernight auf dem Boemundhof spielen Queen Kings und Wildflowers. Beide Bands haben Besonderes in Saarburg zu bieten.

Christof Kramp hat 2008 die erste Summernight auf dem Saarburger Boemundhof organisiert. „Die Ursprungsidee war ein Open Air mitten in der Stadt zu machen mit Tribute-Bands, also Gruppen, die sich einem Thema widmen“, sagt der Veranstalter. Der Grundgedanke ist geblieben, die Bands wechseln.

Beim ersten Konzert traten laut Kramp eine Carlos-Santana-Tribute-Band und eine Combo, die die Supertramp-Hits gespielt hat, auf. Kramp: „Beim ersten Mal lief es etwas zäh. Damals sind um die 250 Leute gekommen. Beim zweiten Konzert mit Still Collins waren es an die 600 Zuhörer.“ Danach habe sich die Zahl der Besucher bei 400 bis 450 eingependelt.

Daran hat auch die Gruppe Queen Kings, die sich der britischen Rockband Queen verschrieben hat, ihren Anteil. Zum runden Geburtstag der Veranstaltungsreihe am ersten Augustwochenende kommen die Musiker aus Köln bereits zum dritten Mal nach Saarburg. Diesmal allerdings in veränderter Besetzung. Sänger Mirko Bäumer hat die Band 2016 verlassen und ist zur Kölner Kult-Band Bläck Fööss gewechselt. Der Mannheimer Sascha Krebs ist ihm nachgefolgt. Krebs ist kein unbekannter. Er stand bereits in Wacken vor mehr als 75.000 Zuschauern auf der Bühne und ist schon mit Größen wie Alice Cooper, Bonnie Tyler und Ian Gillan (Deep Purple) aufgetreten. Der Tonumfang seiner Stimme soll laut Bandinfo dem von Freddie Mercury entsperchen.

Rolf Sander, Bassist der Queen Kings, ist glücklich darüber, wie das erste anderthalb Jahr mit dem neuen Sänger gelaufen ist. Zum TV sagt er: „Sascha ist ein super Mann und hat seine eigenen Fans. Klar gibt es bei einem Sängerwechsel immer viel Skepsis im Publikum. Aber wir sind auch auf viel Neugierde gestoßen.“ Und diese wurde offensichtlich belohnt, wenn man dem durchweg positiven Presseecho Glauben schenken kann. Sander fällt es schwer, in Worte zu fassen, was nun anders ist. Er sagt: „An Freddie Mercury haben sich beide orientiert. Aber das ist jetzt eine andere Persönlichkeit, die Moderation ist anders. Ich kann nur sagen: Das sollte man sich anschauen.“ Auf die Frage, ob die Band es nicht überdrüssig wird, die Queen-Hits wie „We will rock you“ oder „Another one bites the Dust“ immer wieder zu spielen, sagt Sander: „Queen sind eine Legende und die Songs Klassiker. Das ist wie bei Beethoven. Das sind zeitlose Stücke, die auch beim 500 000. Mal Spaß machen.“

Mit ähnlichem Elan gehen die Musiker der Trierer Band Wildflowers an ihr Thema ran: die Songs von Tom Petty. Wildflowers spielen ebenfalls bei der Summernight. Bassist Norbert Maes schwärmt von den „fantastischen Liedern“ und dem „super Songwriter, der es schafft, in drei Minuten eine Geschichte zu erzählen, die jeden mitnimmt“. Allerdings: Die wenigsten kennen den Namen Tom Petty, die Songs aber schon. Zu seinen Hits gehören „Free Fallin’“, „I won’t back down“ oder „Learning to Fly“. Tom Petty ist im vergangenen Oktober im Alter von 66 Jahren gestorben. Für die Band Wildflowers war das Anlass, sich nach sieben Jahren Pause wieder zusammenzufinden. Maes: „Der Tod hat alle sehr überrascht. Wir dachten, wir müssen wenigstens die Musik lebendig halten. Und sie macht uns wieder Spaß wie vorher.“ Im neuen Programm gebe es ein paar neue Nummern. Bislang hatten die Wildflowers nach der Wiedervereinigung lediglich einen kurzen Auftritt auf dem Tefftival in Trier. Bei den Saarburger Markttagen mussten sie absagen, weil der Sänger krank war. Bei der Summernight spielt die Band deshalb das erste volle Konzert seit 2011.

Die Summernight auf dem Saarburger Boemundhof steigt am Samstag, 4. August, ab 20 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr. Tickets gibt es an der Abendkasse für 26 Euro.

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