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Szenische Lesung Hannes Wildecker Hunsrück-Krimi

Literatur : Mord und Hähnchenflügel

Szenische Lesung von Hannes Wildecker aus seinem neuesten Hunsrück-Krimi findet großen Anklang.

Volles Haus in der Alten Mühle in Kell am See. Anlass: eine szenische Lesung zu seinem neuen Hunsrückkrimi „Niemand schweigt für immer“ mit Hannes Wildecker, Autor der Krimireihe „Tatort Hunsrück“.

„Wir wollten von der trockenen Lesung wegkommen und Lockerheit auf beiden Seiten schaffen“, sagte Autor Wildecker, schriftstellerisch auch bekannt unter seinem richtigen Namen Hans J. Muth, der bislang insgesamt 18 Bücher, darunter 13 Krimis, verfasst hat. Und so war es mehr eine Art gelesenes Hörspiel, bei dem er unterstützt wurde von einem fünfköpfigen Ensemble (Margit Gellner, Petra Puhl, Ed Stevens, Michael Marx) und Pastor Georg Quirin. Gespannt und in lockerer humoristischer Atmosphäre verfolgten die Zuhörer die Darbietungen, die teils ernsthafte Passagen, aber auch humoristische Einlagen beinhalteten. „Ein regionaler Krimi darf nicht nur trocken sein“, so Muth. „Der literarische Tod hat auch seine humorvollen Aspekte.“

In dem Krimi, der im fiktiven Hunsrückdorf Forstenau spielt, ruft der Fund einer Leiche in einem Hochmoor die Mord-Ermittler Leni und Oberbeck auf den Plan. Es stellt sich heraus, dass der Tote ein ehemaliger Lehrer der Gemeinde war und in den 1960er Jahre spurlos verschwunden war. Die Suche nach dem Täter führt hinein in einen dichten Sumpf aus Gewalt und Missbrauch.

Pastor Quirin ging in der Rolle des Forstenauer Dorfseelsorgers voll auf und begeisterte die Zuhörer als Stammtischmitglied und Freund von frittierten Hähnchenflügeln.

„Es war ein sehr schöner Abend mit einer beeindruckenden Lesung. Es hat viel Spaß gemacht“, resümierte Gerlinde Schmitt aus Schillingen. „Es war sehr lebendig und hat viel Freude gemacht“, lautete der Kommentar von Greta Hennen aus Lampaden-Geisemerich. Liane Hein, die mit Freundinnen aus Züsch angereist war, sagte: „Ich lasse mir keine Lesung des Autors entgehen. Aber diese szenische Lesung war mal etwas anderes. Ich hoffe auf eine Wiederholung.“