Tälchen, Leichen und eine trächtige Kuh

Tälchen, Leichen und eine trächtige Kuh

Über die Herkunft und Bedeutung der Flurnamen des Tälchens referierte der Heimatforscher Rudi Molter. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Lagebezeichnungen seiner Heimat, nachzulesen in dem von ihm verfassten Buch: "Die Flurnamen von Konz".

Konz-Krettnach. Der dritte Erzählnachmittag im Bürgerhaus Krettnach begeisterte die Zuhörer. Heimatforscher Rudi Molter begab sich auf einen historischen Spaziergang. Der führte von der Konzer Konstantinstraße durch den Jeuchen über Niedermennig bis nach Krettnach. Hierbei erläuterte er unter anderem, warum der Fuchsgraben nichts mit Füchsen, die Straße Fürstenhofen nichts mit einem Fürsten oder einem Fürstenhof zu tun habe und der Tempelweg nicht zu einem Tempel führte, sondern dass letzterer lediglich auf einen Tümpel beziehungsweise einen Teich hinweise. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch die Heimatkundlerin Sophie Schmitt.
Paul Hennen präsentierte in seiner humorvollen Art und Weise den Gästen seine "Stückelcher" und las einige Erzählungen und Gedichte aus seinem Buch "Geschichten aus dem Tälchen" vor. Neu in der Referentenrunde war der ehemalige Allgemeinmediziner von Konz, Franz-Rudolf Woll. Sarah Rau las einige Episoden aus seinen Büchern "Hallo, wo ist denn hier die Leiche?" und "Habari gani Tansania". Einige der Alltagsgeschichten aus seinem Leben als Landarzt handeln vom nächtlichen Feuerwehreinsatz, der Suche nach der Leiche auf dem Friedhof und von einem Beinahe-Kaiserschnitt bei einer trächtigen Kuh. Woll erzählt in seinem unterhaltsamen Stil selbst erlebte Geschichten und Begebenheiten. Anschließend konnten die Bücher der Referenten mit persönlicher Signierung käuflich erworben werden.
Durch den Nachmittag führte Heinz-Günter Reichardt. Dieter Klever dankte allen Helfern und Kuchenspendern für die Unterstützung beim Nachmittagstreff. red

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