Tälchen setzt auf Eigenleistung

Ob die Erweiterung am Krettnacher Bürgerhaus oder der Jugendtreff auf dem ehemaligen Sportplatz in Obermennig: Die Projekte können nur realisiert werden, wenn es genug Freiwillige gibt, die mithelfen.

Konz. (api) "Es ist alles im Fluss." - So lautet der Tenor der Informationen, die Ortsvorsteher Dieter Klever in der jüngsten Ortsbeiratssitzung der Tälchen-Gemeinden gegeben hat.

Zum einen ging es dabei um den Anbau ans Krettnacher Bürgerhaus. Inzwischen sieht die Planung neben einer Toilettenanlage einen 54 Quadratmeter großen Jugendraum vor. Ursprünglich war der Raum größer anvisiert. Doch die Kommunalaufsicht hatte die Finanzierung nicht genehmigt (der TV berichtete).

Inzwischen sind die Kosten auf knapp 250 000 Euro reduziert worden. Erstaunen machte sich im Rat breit, dass ein kleiner Anbau so teuer sein könne. "Die Kosten sollen durch Eigenleistungen gesenkt werden", sagte Klever. Ohne eigene Arbeiten wie das Aufnehmen von Pflaster, Malern und Mauern sei das Vorhaben nicht zu stemmen. Inzwischen liegt laut Klever eine Zusage der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier vor, Zuschüsse beizusteuern. Die Möglichkeit, auch vom Kreis an Zuschüsse zu gelangen, werde derzeit geprüft.

Kopfzerbrechen bereitet den Ratsmitgliedern und der Verwaltung indes die Frage, ob zum Jugendraum auch eine Behindertentoilette gebaut werden müsse. Die Toilette, die derzeit im Bürgerhaus zur Verfügung steht, sei "nach neuesten Vorschriften zu klein", erläuterte Klever. Eventuell kämen weitere Kosten für einen Neubau des WC auf die Tälchen-Gemeinde zu.

Auch beim zweiten Thema des Abends, den Arbeiten auf dem ehemaligen Sportplatz in Obermennig, gibt es noch kaum etwas Vorzeigbares zu berichten. Für insgesamt knapp 80 000 Euro soll dort ein Kinder- und Jugendtreff mit vielen Spielattraktionen entstehen. Angedacht sind nach Angaben Klevers beispielsweise ein Hügel mit Rutschbahn, eine Seilbahn, ein Kanalrohr-Tunnel, ein Bolzplatz und ein Matschstreifen. "Die Gelder sind da", sagte Klever und verwies damit auf etwa 40 000 Euro Zuschüsse, die aus dem ADD-Topf der Dorferneuerung stammen. Bis sich allerdings auf dem Platz was tun kann, dauert es noch etwas. "Das wird April", schätzte der Ortsvorsteher. Wie schon beim Bau des Bürgerhaus-Anbaus sollen auch bei diesem Projekt die Jugendlichen und ihre Eltern eingebunden werden. Auch diesmal gilt: Ohne Eigenleistung geht nichts.