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Tawern bekommt ein neues Sportplatzgebäude

Kommunalpolitik : Rat erschrocken über hohe Kosten für Sanierung des Sportheims

Ortsgemeinderat will zunächst mit der Instandsetzung von Duschen und Umkleiden beginnen.

Für die Mitglieder des Ortsgemeinderates Tawern ist es ein Schock, als Architekt Rüdiger Sattler den Betrag nennt, den der Neubau des Sportplatzgebäudes kosten würde, wo die Duschen und Umkleiden untergebracht sind: 439 040 Euro. „Ich war auch über die Summe erschrocken, die uns die Komplettsanierung des vorhandenen Gebäudes kosten würde“, fügt Ortsbürgermeister Thomas Müller sofort an. Es sind 267 000 Euro, allerdings einschließlich Sanitäranlagen im Erdgeschoss, Außentüren und neuem Dach.

Das Problem zu beheben, das durch erhebliche Feuchteschäden in den Duschen und Umkleiden verursacht wurde, kostet allein schon 179 584 Euro, hat der Architekt errechnet. Schnell verabschieden sich die Räte von einem möglichen Neubau neben der Sporthalle, deren Dusche und Umkleide seit der Sperrung des Anbaus am Sportlerheim genutzt werden.

Hilft jetzt das Sportstättenförderungsgesetz? Da macht Ortschef Müller wenig Hoffnung: „Da stehen so viele vor uns auf der Liste. Bis wir was kriegen, gehen gut zehn Jahre ins Land.“ Was also tun? Zwei Duschcontainer aufstellen? „Das wird auch nicht billiger“, weiß der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Guido Wacht. Denn die Container allein genügen nicht. Es braucht ein Fundament, ein Dach und die entsprechenden Anschlüsse.

Da es sich bei der bisherigen Umkleide und Dusche um ein öffentliches Gebäude handelt, muss sich die Ortsgemeinde auch an alle Auflagen halten, die damit verbunden sind. Das Argument, die Elektrik ist doch noch gut, zählt nicht. Alles muss bei einer Sanierung auf den neuesten Stand gebracht werden. Ralf Weber (CDU) ist nicht nur Ratsmitglied, sondern auch im Präsidium des Sportvereins. Auch er gibt zu: „Die Zahlen erschrecken mich. Aber die Feuchtigkeitsprobleme waren schon seit zehn Jahren bekannt.“ Uwe Gorges (SPD) hofft auf eine Kostenreduzierung durch Eigenleistung und sagt: „Container sind keine Lösung. Die halten nicht lange.“

Duschen und Umkleiden wird in der laufenden Saison wohl weiter in der Halle nebenan stattfinden. Ortschef Müller will so schnell wie möglich die wichtigsten Funktionen des Gebäudes saniert haben. Sein Ziel: „Es sollte uns nicht mehr als 150 000 Euro kosten.“ Dach, Türen und Toiletten werden zurückgestellt. Im Winter sollen Baufirmen Angebote abgeben, in der Hoffnung, dass sie dann billiger sind. Ralf Weber sagt: „Der Sportverein wird alles Mögliche tun, die Kosten durch Eigenleistung zu reduzieren.“