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Tawern ist in Verzug mit dem Konzept, das Dorf für die Zukunft zu wappnen.

Kommunalpolititk : Corona bremst Dorfentwicklung

Tawern ist wegen der Pandemie in Verzug mit seinem Zukunfts-Konzept. Ein erster Entwurf liegt aber bereits vor.

92 Seiten stark ist das Dorf­entwicklungskonzept, das vom Büro Neuland aus Trier dem Tawerner Ortsgemeinderat vorgestellt werden sollte. „Wegen des Lockdowns haben wir auf die Anwesenheit eines Planers verzichtet“, erklärt Ortsbürgermeister Thomas Müller zu Beginn der jüngsten Ratssitzung und der ersten im zweiten Lockdown.

Jedem Ratsmitglied wird ein Exemplar mit der Bitte ausgehändigt, sich mit den Vorschlägen der Planer intensiv zu befassen. „Auch wenn Anregungen der ersten Bürgerwerkstatt eingeflossen sind, fertig ist das Konzept noch lange nicht“, sagt der Ortschef.

Noch vor Corona konnten Kinder und Jugendliche über ihre Wünsche befragt werden. Die Ergebnisse verblüfften Müller: „Nicht nur, dass stark befahrene Straßen als Gefahr angesehen werden, die jungen Leute suchen sich in ihrer Freizeit ihre eigenen Räume.“ Da werde beispielsweise an Bächen und im Wald gespielt, staunt er.

Eigentlich sollte schon eine zweite Bürgerwerkstatt das Konzept längst in die Umsetzungsphase gebracht haben. Doch wegen Corona ist das nicht möglich. Der Dorferneuerungsausschuss, der später auch die Umsetzung begleiten wird, will das dicke Druckwerk in eine leichter verdauliche Form bringen und im ersten Quartal 2021 im Internet auf www.tawern.de präsentieren. Dort kann es sich dann jeder als Entwurf anschauen.

„Wir wollen die Gelegenheit nutzen als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung dieses Konzept mit den Bürgern zu entwickeln und umzusetzen“, ist Thomas Müller fest entschlossen. Nach Corona werde es sobald wie möglich eine zweite Bürgerwerkstatt geben, versichert er. Danach erst kann das Dorferneuerungskonzept im Ortsgemeinderat beschlossen werden. Auf keinen Fall berate man die Zukunft Tawerns für die Schublade. Die Umsetzung sei jedoch eine Aufgabe für Jahrzehnte.

Auch die Planer vom Büro HSI in Trier haben nicht an der Sitzung teilgenommen. Sie sollten das Straßenausbaukonzept in Fellerich vorstellen. Hier steht der Ausbau der Straße Zum Albach an. Im Zuge dessen soll auch die Außengebietsentwässerung abgeschlossen, sowie ein bisher nicht ersterschlossener Straßenabschnitt erschlossen werden.

Der Rat entscheidet sich für die Variante ohne 1,25 Meter breiten Gehweg, was die Kosten um 20 000 Euro auf 240 000 Euro begrenzt. Die dortige Bushaltestelle soll barrierefrei ausgebaut und die genannten Arbeiten zeitnah ausgeschrieben werden.

Nach der Fertigstellung werden Erschließungsbeiträge fällig. Tawern hat bereits den von der Landesregierung favorisierten Wiederkehrenden Ausbaubeitrag eingeführt.