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Tawern zelebriert Mozarts Krönungsmesse

Tawern zelebriert Mozarts Krönungsmesse

Mit einem musikalisch-festlichen Hochamt hat die Gemeinde Tawern am Sonntag den 100. "Geburtstag" ihrer Pfarrkirche begangen. Zur Aufführung kam Mozarts Krönungsmesse. Anschließend feierte das gesamte Dorf bei strahlendem Sonnenschein auf dem Kirchenvorplatz.

Tawern. Schon nach den ersten Tönen der Sonate in C (Köchel-Verzeichnis 329) von Wolfgang Amadeus Mozart ist die Ergriffenheit der Besucher des Festhochamtes in der rappelvollen Tawerner Pfarrkirche "St. Peter und Paul" zu spüren. Mit einem famos besetzten Kammerorchester der Großregion, dem Kirchenchor "Cäcilia" Tawern und vier Gesangssolisten unter der Gesamtleitung von Otmar Clemens ist musikalisch einiges geboten zur 100. "Geburtstagsfeier" des Gotteshauses.

Konzert-Atmosphäre in der frisch renovierten Kirche



Frisch renoviert präsentiert sich die Kirche den Gläubigen, die Messe wird - sehr zur Freude der Besucher und Pastor Jörg Dunsbach - von Michael Becker, dem Regens des Priesterseminars Trier, zelebriert. "Sehr ergreifend und trotzdem heiter und positiv", sagt eine ältere Dame im Anschluss.

Doch Mozarts "Krönungsmesse" (KV 317) steht im Mittelpunkt und begeistert die Besucher, es herrscht Konzert-Atmosphäre inklusive langem, prasselndem Applaus. Der Kirchenchor singt sauber bis brillant, das Kammerorchester ist hochkarätig besetzt und spielt auf hohem Niveau.

Gleiches gilt für die vier Gesangssolisten, deren Vortrag angenehm zurückhaltend gelingt: Monika Weber, Sopran; Claudia Glesius, Alt; Andrea Azzurini, Tenor und Carsten Lang, Bass.

Viele Gäste waren angereist, anscheinend so viele, dass Regens Michael Becker bei der Kommunion kurzzeitig die Hostien ausgingen. Kein Problem jedoch, Pastor Dunsbach übernahm geistesgegenwärtig die wartenden Gläubigen, unter denen sich auch seine Eltern befanden. So wurde niemandem die Zeit lang, Unterhaltung und Einkehr vermischten sich trefflich zu einer wahrhaft würdigen und zeitgemäßen Messfeier anlässlich des großen Jubiläums.

Thomas Koltes an der Orgel begleitete gewohnt souverän, sein Können zeigte er bei Boellmanns "Pierre a notre Dame". Zur Danksagung erklang noch K. H. Barthels "Laudate Dominum", hier konnten die Musiker noch einmal glänzen, bevor sich alle auf dem Kirchenvorplatz wiedertrafen und ihre gute Stimmung bei einem Bier oder Wein "handfest werden" ließen (Pastor Jörg Dunsbach). Bei strahlendem Sonnenschein wurde dann auch der gesellige Teil des Festes ein großer Erfolg.