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Temmels wird erneuert - Dorfmoderation soll Bürgerbeteiligung organisieren

Kommunalpolitik : Temmels will attraktiver werden

Temmels will seinen Bürgern einiges bieten – unter anderem einen Drogeriemarkt. Doch das ist nicht alles: Für weitere Ideen sollen nicht nur die Erwachsenen, sondern auch Kinder und Jugendliche nach ihren Wünschen befragt werden.

Zwei Planungsbüros haben in der Ortsgemeinderatssitzung ihre Konzepte vorgestellt. Da war das Büro von Rosa Vollmuth aus Kanzem, die mit zahlreichen Referenzprojekten in der Region Saar/Obermosel belegen konnte, wie Dörfer durch Begrünung, Begegnungsplätze und Interessenausgleich bei Konflikten lebenswert bleiben.

Der zweite Kandidat für die Übernahme einer Dorfmoderation in Temmels war das Büro „stadtgespräch partGmbH“ aus Kaiserslautern. Auch dieses Büro, vertreten durch die Stadtplanerin Julia Kaiser, legte eine umfangreiche Liste erfolgreich durchgeführter Dorferneuerungsprojekte vor.

Die Beratung im Rat ließ eine deutliche Tendenz zugunsten des Büros aus Kaiserslautern erkennen. „Die Firma ,stadtgespräch part’ deckt nach unserer Auffassung das gesamte Spektrum unserer Vorhaben und Ideen ab“, sagte Ortsbürgermeister Herbert Schneider. Das Büro Vollmuth konzentriere sich stark auf bauliche Maßnahmen, während Julia Kaiser beispielsweise auch Ideen zur Einbindung von Kindern und Jugendlichen präsentierte. „Die VG-Verwaltung wird sich jetzt ein Angebot von „stadtgespräch part“ erstellen lassen. Wenn der Förderantrag dann genehmigt wird, können wir loslegen“, erläutert Schneider die weitere Vorgehensweise.

Weniger neu, aber nicht weniger wichtig für die Entwicklung der Gemeinde ist der Wunsch nach der Ansiedlung eines Drogeriemarkts. Nach der letzten Debatte in der Ortsgemeinderatssitzung im Mai dieses Jahres haben sich noch leichte Änderungen an der Planung ergeben. Diese betreffen insbesondere die Schließung der Sichtachsen vom Drogeriemarkt zum Supermarkt, um auch optisch keinen Zweifel daran zu lassen, dass es sich um zwei voneinander getrennte, kleine Geschäfte und nicht um einen großflächigen Einkaufsbereich handelt.

Die zweite Beteiligungsstufe, bei der sich beispielsweise Behörden oder Nachbargemeinden zu Wort melden können, wurde per einstimmigem Ratsbeschluss eingeleitet.