Theatergruppe Tawern begeistert mit Komödie

Theatergruppe Tawern begeistert mit Komödie

Zur Eröffnung des Pfarrfestes hat die Tawerner Theatergruppe die Komödie "Ein durchsichtiger Schwindel" aufgeführt. Am Ende des Abends feierten die rund 450 Zuschauer ihre Schauspieler für das witzige Stück, mit dem diese erneut ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt haben.

Tawern. (itz) Herbert Kürsten ist seit über zwanzig Jahren im Pfarrgemeinderat von Tawern. Selbst hat er schon mehr als ein Dutzend Mal als Mitglied der Theatergruppe des Ortes auf den Tawerner Brettern gestanden und die unterschiedlichsten Rollen gespielt. "Ein Stück ist hier immer nur ein Mal zu sehen", erzählt er. "Es wird jedes Jahr am Vorabend des Pfarrfestes zu dessen Eröffnung gespielt."

Die Handlung der aktuellen Tawerner Komödie ist verwickelt: Katja Müller (gespielt von Petra Meersdorf) und ihre Freundin Barbara Melcher (Anja Lohmer) sind jeweils seit 25 Jahren verheiratet und wollen, dass bei ihrer Silberhochzeit eine Messe in der Kirche gelesen wird. Ihre Ehemänner Oliver (Olli Faber) und Josef (Achim Komes) sind von der Idee überhaupt nicht begeistert und weigern sich, an den Planungen teilzunehmen.

Da hat Oma Anna Müller eine zündende Idee. Da Liebe durch den Magen geht, arrangiert sie ein Sauerbratenessen. Das Essen endet in einer Katastrophe. Und dann hat sich der Sohn Stefan der Familie Müller (Thomas Koltes) auch noch verliebt und schleust seine Freundin Martina (Christina Rohles) als Mann verkleidet bei seinen Eltern ins Haus. Eigentlich soll Stefan Pastor werden, aber jetzt wird er von seiner Mutter erwischt, wie er mit Martin(a) schmust.

Zum Glück gibt es noch den Schornsteinfeger Florian (Hans Klassen), der so gerne Omas Holunderlikör trinkt. Er kann die Frauen davon überzeugen, dass sie mit schöneren Kleidern und neckischen Dessous die Liebe ihrer Männer neu entfachen könnten. Wie gut, dass Martina als Fachverkäuferin für Unterwäsche arbeitet.

Hochzeitsreise nach Venedig



Florians Plan geht auf. Oliver und Josef staunen über den Wandel ihrer Ehefrauen. Die geben jetzt für Dinge viel Geld aus, für die sie früher keinen Cent übrig hatten. Schon haben die zwei Ehemänner Angst, dass ihre Frauen fremdgehen. Diese Befürchtung ist aber grundlos.

Als Stefan ankündigt, dass er Martina heiraten wird, sind die Männer auch mit einer Messe für die Silberhochzeit einverstanden. Und sie stimmen zu, die vor 25 Jahren ausgefallene Hochzeitsreise nach Venedig nachzuholen. Das Glück ist perfekt, als Monika (Margret Bock) sich in den Berliner Biologielehrer Theobald (Ortsvorsteher Josef Weirich) verliebt. Die rund 450 Zuschauer in der ausverkauften Tawerner Turnhalle sind begeistert und feiern nach dem letzten Vorhang ihre Bühnenstars. Auch Pastor Jörg Dunsbach hat eine Antwort auf die Frage parat, ob jemand Pastor werden solle: "Lerne was Ordentliches!", pflegt er auf diese Frage zu sagen, oder: verliebe dich!, möchte man nach dem Theaterstück hinzufügen.

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