THW übt Spezialeinsätze

Teilnehmer lernen Vorgehen bei biologischen und chemischen Gefahren.

Hermeskeil (red/mfe) Der Ortsverband Hermeskeil des Technisches Hilfswerks (THW) war Ausrichter der ersten Bereichsausbildung CBRN im THW-Geschäftsführerbereich Trier. Die Abkürzung steht für: chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit dem Schutz vor solchen Gefahren und dem Umgang damit.
Die Leitung lag in den Händen von Bereichsausbilder Thorsten Kenner (Ortsverband Hermeskeil), der den Teilnehmern an drei Tagen Wissen vermittelte. Zunächst ging es um die Grundlagen der Gefahrenquellen. In diesem Zusammenhang wurde den Beteiligten schnell klar, dass ein Einsatz des Technischen Hilfswerks in solchen Situationen nur unter bestimmten Sicherheitsbestimmungen möglich ist. Neben der CBRN-Grundausbildung müssen alle Einsatzkräfte in der Lage sein, Atemschutzgeräte zu tragen, denn diese sind verpflichtend.
Ziel des Lehrgangs war es, mehr zu vermitteln als die theoretischen Grundlagen. Wichtige Punkte waren dabei vor allem der sichere Umgang mit der Schutzausrüstung und die Dekontamination von Einsatzkräften. Um auch die einsatztaktischen Besonderheiten zu erlernen, standen an zwei Tagen mehrere Praxisübungen auf dem Gelände des Ortsverbandes an.
Unter den Anweisungen ihres Ausbilders übten die Teilnehmer auch den Umgang mit verschiedenen Geräten. Dazu zählten unter anderem das Dosisleitungsmessgerät, Kontaminationsnachweisgeräte und das Mehrgasmessgerät.
Die Abschlussprüfung folgte am dritten Tag. Dazu wurde ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter simuliert. Ihr erlerntes Wissen mussten die Lehrgangteilnehmer bei realen Einsatzbedingungen unter Beweis stellen.
Helmut Olinger, Hermeskeiler Ortsbeauftragter des THW, äußerte sich erfreut über das große Interesse an dem Lehrgang.