Tödliche Unfälle auf A 60

Zwei tödliche Unfälle auf der Autobahn A 60: Kurz hinter der Anschlussstelle Prüm sind am Freitagnachmittag bei zwei Kollisionen zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden verletzt.

Prüm. Nur wenige Minuten hintereinander haben sich am Freitagnachmittag auf der A 60 in der Nähe von Prüm zwei tödliche Unfälle ereignet.
Der erste davon geschah gegen 14.30 Uhr, als ein niederländischer Geländewagen, unterwegs in Richtung Belgien, direkt hinter der Prümtalbrücke das Heck eines vorausfahrenden LKW rammte. Der 50-jährige Fahrer des Geländewagens wurde dabei schwer verletzt, der 74-jährige Beifahrer von der Wucht des Zusammenstoßes aus dem Auto geschleudert. Trotz Behandlung durch Notarzt und DRK starb er noch an der Unfallstelle.Einige Minuten später, in Sichtweite des ersten Unfalls, geschah dann die zweite Kollision. Daran beteiligt war auch ein Streifenwagen der Polizeiinspektion Prüm, mit zwei Beamten besetzt.
Großeinsatz für Rettungskräfte


Die beiden Polizisten hatten sich gerade auf den Weg zur ersten Unfallstelle gemacht. Auf der Prümtalbrücke jedoch soll laut Zeugenaussagen ein 18-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Prüm mit seinem Auto ein Wendemanöver versucht haben, um dem vor ihm entstehenden Unfallstau zu entgehen. Dabei steuerte er vermutlich seinen PKW direkt vor den Polizeiwagen und schnitt diesem den Weg ab. Die Beamten konnten nicht mehr ausweichen, bei der Kollision wurde der junge Autofahrer ebenfalls tödlich verletzt. Die beiden Prümer Polizisten erlitten laut DRK-Einsatzleiter Oswald Benzel mittelschwere Verletzungen.
Kurz darauf mussten die Helfer vom Roten Kreuz außerdem einen weiteren Menschen versorgen, denn ein Unfallzeuge erlitt an Ort und Stelle offenbar unter Schock einen Schwächeanfall und brach zusammen. Die beiden Unfälle lösten einen Großeinsatz der Prümer Rettungskräfte aus, den ganzen Nachmittag lang waren in der Abteistadt immer wieder Sirenen zu hören. Auf der A 60 bildete sich in Richtung Belgien ein langer Verkehrsstau. Die Straße musste wegen der Rettungseinsätze und der anschließenden Räumarbeiten für mehrere Stunden gesperrt werden, der Verkehr in Richtung Belgien wurde umgeleitet.
Im Einsatz an den beiden Unfallstellen waren zahlreiche Helfer: Polizei, Feuerwehr, Autobahnmeisterei und das DRK mit vier Rettungswagen.
Zwei Rettungshubschrauber waren ebenfalls angefordert worden und landeten auf der A 60, die Besatzungen flogen jedoch wieder zurück, ohne Verletzte mitzunehmen. Zur Klärung der Unfallhergänge forderte die Staatsanwaltschaft Trier einen Gutachter an, der am späten Nachmittag an Ort und Stelle eintraf. Der Sachschaden geht sehr wahrscheinlich in die Zehntausende, die drei beteiligten PKW haben vermutlich nur noch Schrottwert. Die polizeilichen Ermittlungen übernimmt die Inspektion Bitburg.