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Tour ohne "Krähe im Taubenschlag"

Tour ohne "Krähe im Taubenschlag"

Es war heiß, es war steil, es war gefährlich: 24 Radsportler aus Wincheringen haben zusammen mit ihren Freunden aus Lottstetten eine Fahrt durch die Schweiz unternommen. Der Reiz der Schluchten, Bergdörfer und der italienischen Küche haben die Teilnehmer besonders beeindruckt.

Wincheringen/Lottstetten. Fast auf den Tag genau zwanzig Jahre nach dem Beginn der Freundschaft der Wincheringer Radsportler mit den Radsportfreunden aus Lottstetten von der Schweizer Grenze waren sie auf gemeinsamer Tour durch die Schweiz. Start war in der Alpenmetropole Andermatt.Gotthardpass als erste Herausforderung

Gleich zu Beginn des ersten Tages wurde der Gotthardpass bezwungen. Eine lange Abfahrt führte das Peloton dann ins Tessin, in die "Sonnenstube der Schweiz". Allerdings machten unendliche Blechkarawanen das Radfahren entlang des Lago Maggiores zum fast unmöglichen Unterfangen - bis die Radsportler in die Schluchten des Centovallis, der "100 Täler", abbogen.Romantik, Eisenbahn und "Mammas" Küche

Romantische kleine Bergdörfer an den Felshängen wechselten sich mit kleinen Seen und grünen Buchten ab. Alte Eisenbahnbrücken säumten die Wege. "Etwas schöneres kann man sich als Radfahrer nicht wünschen", sagte Hans-Henning Börst, der mit 68 Jahren der älteste der 24 Teilnehmer war. Im kleinen Bergdörfchen Craveccia, das hauptsächlich aus Stein gebaut ist, wurde die Unterkunft bezogen. Im Albergo Marconi kocht die italienische "Mamma" noch selbst und verwöhnte die hungrigen Radsportler. Der zweite Tag stand im Zeichen des Simplonpasses. Stehende Hitze erschwerte den vierzig Kilometer langen Anstieg zur Passhöhe. Nach einer rasanten Abfahrt war man im Wallis, und es folgte der zwanzig Kilometer lange Schlussanstieg durch das Mattertal zum Etappenort Zermatt. Menschen aus aller Herren Länder tummelten sich in diesem bekanntem Schweizer Nobelort - majestätisch behütet von dem Mythos Matterhorn. Beeindruckend war der kleine Bergsteigerfriedhof bei der Kirche des Bergdorfes.Der dritte Tag führte die Radfahrer durch das Wallis, vorbei an den hölzernen Chalets hinauf auf den 2436 Meter hoch gelegenen Furkapass.Nächste Fahrt geht nach Österreich

Nach einer gefährlichen Abfahrt wurde dann wieder Andermatt erreicht. "Keinen Unfall, keine ,Krähe im Taubenschlag', eine harmonische und gelungene Tour", resümierte der sehr zufriedene Tourenleiter Thomas Güntert. Im kommenden Jahr ist eine gemeinsame Fahrt der Radsportler von Obermosel und Hochrhein auf die Silvretta Hochalpenstraße in Österreich geplant.