Tränen und Hoffnungen

In Pellingen haben Kollegium, Schüler, Schulrat, Bürgermeister, Eltern, Bürgermeister, der künftige Bürgermeister der Verbandsgemeinde, die Geistlichkeit und viele andere die möglicherweise letzte Rektorin der bisher selbstständigen Grundschule St. Antonius in den Ruhestand verabschiedet.

Pellingen. (kdj) Die Kinder der Klassen drei und vier sangen, musizierten, tanzten und dokumentierten ihre (beginnende) Mehrsprachigkeit mit der auf Englisch dargebrachten Aufführung der Geschichte um die Zauberin Wizadora. Wie fit die Kinder aber auch schon in Französisch sind, demonstrierten sie mit "Frère Jacques" und zeigten, unterstützt durch ihre Lehrerinnen, dass die Feier für Klara Burczyk eigentlich ihr ganz eigenes Abschiednehmen von ihrer Schulleiterin war. Mindestens eine der jungen Kolleginnen von Klara Burczyk hatte Mühe, die eine oder andere Träne mithilfe eines geborgten Tüchleins daran zu hindern, sorgfältig gestyltes Make-up zu zerstören.Die Reden waren so, wie es sich zu einem solchen Anlass "geziemt" - und gaben dennoch viel mehr preis als das rein schulische und erzieherische Engagement von Klara Burczyk. Die Schule ist in guten Händen

Der Begriff "Abschied in den Vorruhestand" erscheint unangemessen für engagierte Berufstätige. Von Klara Burczyk vermittelten Wegbegleiter - zumindest ihrer vergangenen rund zwei Jahrzehnte Schul-Arbeit in Pellingen -, dass der sogenannte Vorruhestand nicht ein Hinübergleiten in die Pension bedeutet, sondern, im besonderen Fall, Eröffnung neuer Horizonte in der Erziehungsarbeit.Pastor Peter Klauer bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wagte einen kurzen Blick in die Zukunft: "Wir vertrauen auch Ihrem Nachfolger. Die Schule ist in guten Händen."Darüber, wie gut die Zukunftsaussichten für die Pellinger Grundschule "St. Antonius" sein werden, ist nach derzeitigem Wissensstand das letzte Wort noch nicht gesprochen: Zumindest vorübergehend wird die kleine Schule der Grundschule Oberemmel angegliedert sein - auch wenn Schulrat Peter Riedel versicherte, "dass die Grundschule Pellingen eine Zukunft hat".