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Trassem plant Bürgerpark und neues Baugebiet mit 45 Bauplätzen

Dorfentwicklung : Baut Trassem einen Bürgerpark? Welche Projekte sonst noch anstehen

Nach der Ortsdurchfahrt, dem Friedhofsumfeld und dem Dorfplatz will sich die Ortsgemeinde jetzt um weitere Bauplätze kümmern. Was noch ansteht.

Die letzten drei Jahre lang war Trassem mehr oder weniger eine einzige Baustelle mit allen Risiken und Nebenwirkungen, die das für ein Dorf mit sich bringt. 3,5 Millionen Euro wurden allein in die Ortsdurchfahrt der B 407 gesteckt. Nur ein Teil davon ist als Ausbaubeitrag für Gehwege und Beleuchtung von Bürgern mitzufinanzieren. Im Zuge dessen wurde auch der Dorfplatz fertig.

Richtig viel Geld, rund eine halbe Million Euro, wurde in den Ausbau eines ansprechenden Kirchenumfeldes mit neuer Stützmauer für das Gotteshaus gesteckt, denn, so Ortsbürgermeister Roland Konter: „Das ist Gemeindegrund. Vom Bistum haben wir nur einen Zuschuss von 70.000 Euro bekommen.“

Fertig ist auch der Endstufenausbau des Neubaugebietes Perdenbacher Gewann I. Der Paragraf 13b des Baugesetzbuches erlaubt es jedoch, daran einen zweiten Bauabschnitt anzufügen. 45 zusätzliche Baustellen sollen entstehen, für die die Ortsgemeinde mit wahrscheinlich 3,6 Millionen Euro in Vorlage treten muss.

Nicht ganz billig wird dabei wohl die notwendige Linksabbiegespur, aber, sagt Konter: „Die Liste der Anfragen nach Bauland ist mittlerweile länger als die geplante Zahl der Bauparzellen.“ Ein gültiger Bebauungsplan liegt vor. Jetzt geht es an den Ankauf des Baugrundes. Die gute Infrastruktur und die Nähe zu Saarburg vermutet der Ortschef als Verursacher dieser Attraktivität.

 Die neue Stützmauer an der Kirche hält, was sie verspricht.
Die neue Stützmauer an der Kirche hält, was sie verspricht. Foto: Herbert Thormeyer

Ein für das Dorf interessantes Projekt wurde in der immer noch laufenden Dorfmoderation entwickelt: Ein Mehrgenerationenplatz, der auch Bürgerpark heißen könnte. 100.000 Euro und 15.000 Euro an Planungskosten stehen dafür im nächsten Haushalt, der vermutlich am 6. April auf der Tagesordnung des Ortsgemeinderates stehen wird. Alles steht jedoch, wie bei vielen anderen Ortsgemeinden auch, unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kommunalaufsicht des Landkreises in Trier.  

Über den Standort wird noch diskutiert. Favorisiert wird ein Teil der beiden Tennisplätze unterhalb des Bürgerhauses.

Stolz ist Roland Konter auf die neun Vereine im Dorf, die gerade in Corona-Zeiten wichtig sind. Der Mir senn Trassem e.V. koordiniere dabei vieles und pflege beispielsweise das ganze Jahr über den Premiumwanderweg, damit das Saar-Leuktal-Panorama nicht zuwächst. Durch den Erlös von Festen, die hoffentlich bald wieder möglich werden, könnten viele Projekte angepackt werden. Konters Wunsch: „Kein Corona und kein Putin-Krieg mehr.“