Komunalpolitik Trassem wächst und wird attraktiver

TRASSEM · Schwerpunkt der Investitionen der Gemeinde in diesem Jahr ist das Neubaugebiet Perdenbacher Gewann II. Für die Neugestaltung des Kirchenumfelds hat der Rat Aufträge vergeben.

 Die Aufträge für die Sanierung der Stützmauer und des Treppen-aufgangs an der Kirche hat der Rat vergeben.

Die Aufträge für die Sanierung der Stützmauer und des Treppen-aufgangs an der Kirche hat der Rat vergeben.

Foto: Herbert Thormeyer

Das Neubaugebiet Perdenbacher Gewann II, ein neues Kirchenumfeld, ein neu gestalteter Dorfplatz, ein verbesserter Hochwasserschutz – das sind die wichtigsten Punkte im neuen Haushalt der Ortsgemeinde Trassem für 2020 und 2021. Trotz der großen Investitionen von 1,8 Millionen Euro in diesem Jahr und sogar 2,57 Millionen Euro im kommenden bleibt 2021 sogar ein kleiner Überschuss übrig.

Martin Alten, hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, lobt: „Es gibt nicht viele Gemeinden, die das von sich behaupten können.“ Es werde viel investiert, aber beim neuen Baugebiet fließe mit dem Verkauf der Grundstücke auch wieder viel in die Gemeindekasse zurück.

Was der Beigeordnete nicht verschweigt ist, dass Corona wohl auch Trassem nicht verschonen wird. Alten: „Die neueste Steuerschätzung ist noch nicht berücksichtigt.“ Wolfgang Meier von der Finanzabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung rechnet vor: „Sinken die Gewerbesteuereinnahmen, gibt es mehr Schlüsselzuweisungen vom Land.“ Auch Zuschüsse vom Bund seien möglich, aber in noch unbekannter Höhe. Die größten Ausgaben im Haushalt sind für das neue Baugebiet, das sich an das vorhandene Gebiet Perdenbacher Gewann anschließt, vorgesehen. Der Ankauf von Bauland ist mit 620 000 Euro in diesem Jahr eingeplant, die Erschließung im kommenden Jahr mit 2,49 Millionen Euro.

Im bestehenden Baugebiet Perdenbacher Gewann wird der Endstufenausbau vollzogen. Stören werden sich die Bauarbeiten gegenseitig nicht, denn das neue Baugebiet bekommt eine separate Zufahrt und einen Ringverkehr. Was Planer Edgar Mohsmann vom Büro Paulus und Partner aus dem saarländischen Wadern dem Ortsgemeinderat vorgestellt hat, ist der städtebauliche Entwurf mit Entwässerungskonzept, Wasserversorgung und dem vorgesehenen Straßenbau.

„Wir werden uns in einer Sitzung nur mit den fortschreitenden Planungen befassen“, kündigt Ortsbürgermeister Roland Konter an. Bis Ende des Jahres soll ein Bebauungsplan fertig sein und mit einer entsprechenden Satzung Baurecht geschaffen werden.

Für den Lärmschutz soll das vorhandene Grün entlang der Saarburger Straße mit genutzt werden. „Zwischen diesem Grün und den ersten Häusern könne ein Spielplatz oder ein Mehrgenerationenplatz entstehen, der von vielen genutzt werden kann“, sagt Mohsmann. Damit könne die Wohnqualität gesteigert werden.

Aufgrund der Hanglage ist die Ableitung des Schmutzwassers mit einem Prozent Gefälle nötig. „Die unteren Baustellen brauchen dafür eventuell eine Hebeanlage, die zwischen 500 und 1000 Euro kostet“, rechnet der Planer vor.

Mit Starkregen hat Trassem ja reichlich Erfahrung. Damit das neue Wohngebiet nicht überflutet wird sollen Muldengräben und Kanäle das überschüssige Wasser erst in ein Rückhaltebecken, dann unter der Saarburger Straße hindurch in den Leukbach lenken.

Bebauungsdetails will der Planer in der nächsten Sitzung vorstellen, darunter auch die Möglichkeit von Mehrfamilien- oder Doppelhäusern. Mohsmann schätzt die Kosten der Erschließung auf 2,9 Millionen Euro. Die bisherige Planung ist mit sechs Ja-, zwei Neinstimmen und zwei Enthaltungen angenommen worden.

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