Treffpunkt wird vergrößert

Wo Eltern lernen, Senioren Gesellschaft haben und Kinder Kind sein können: Das Mehrgenerationenhaus Saarburg bietet in der ehemaligen Glockengießerei Mabilon Programm für alle Altersklassen. Aufgrund der guten Annahme wird angebaut. Eröffnet werden soll der Neubau im September.

Saarburg. Der Boden der ehemaligen Saarburger Glockengießerei Mabilon ist staubig. Es ist kühl, und die Luft riecht nach vergangenen Tagen, an denen in den Räumen noch fleißig gearbeitet wurde. Alte Glocken und Handwerksmaterial erinnern an die Zeit vor der Einrichtung des Mehrgenerationenhauses (MGH) im heutigen Museum.

Zwei-Millionen-Investition für alle Generationen



In diese historische Kulisse hat sich das Saarburger MGH seit 2008 eingegliedert, bietet Platz für Familienveranstaltungen, einen offenen Treff, Seminare und auch die Kinder- und Jugendkunstschule. Doch im Laufe der vergangenen zwei Jahre ist die Einrichtung zu klein geworden für die vielen Angebote. Daher wird angebaut.

Im September sollen der Anbau eröffnet - und die neuen Räume endlich genutzt werden. Rund zwei Millionen Euro kostet das Funktionsgebäude neben der ehemaligen Glockengießerei Mabilon. 65 Prozent davon werden durch eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Die restlichen 700 000 Euro teilen sich der Landkreis Trier-Saarburg (25 Prozent), die Verbandsgemeinde Saarburg (37,5 Prozent) und die Stadt Saarburg (37,5 Prozent).

Zusätzlich zum Neubau entstehen weitere Parkplätze am Mehrgenerationenhaus. In der neuesten Planung sind sogar vonseiten der Stadt eine Begegnungsstätte und ein Spielplatz vorgesehen. Sie sollen im oberen Bereich des Geländes gebaut werden. Die Stadt Saarburg hat dort einen alten Schuppen gekauft und abreißen lassen. Bürgermeister Jürgen Dixius hat schon genaue Vorstellungen, wie die Nutzung in Zukunft aussehen könnte: "Oben sitzen die Mütter und trinken Kaffee, die Kinder spielen nebenan, und die Väter können sich zur gemütlichen Weinprobe im Gewölbekeller treffen."

Ein geselliger Treffpunkt ist das Mehrgenerationenhaus laut Knospe jetzt schon. "Wir haben regelmäßig offene Treffs und Aktionstage für unterschiedliche Zielgruppen", erzählt sie. Die Aktionstage werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen des lokalen Bündnisses für Familie als Träger des Mehrgenerationenhauses erarbeitet. "Über Winter ist es schwierig, die Angebote durchzuführen", sagt Knospe. Es sei zu kalt in der ehemaligen Glockengießerei. "Die Schreinerei ist der einzige Raum, der beheizbar ist", fügt Knospe hinzu. Dies wird mit dem Neubau ein Ende haben. Die Angebote können in Zukunft auch ohne kalte Hände und Füße im Winter abgehalten werden. Entstehen werden dort neben einem offenen Treff ein integratives Begegnungs café und diverse Angebote für Kinder, Eltern und Senioren. Die zurzeit genutzten Räume in der Gießerei werden jedoch auch ab Herbst noch weiter vom Mehrgenerationenhaus beansprucht. "Wir sind sehr stark ausgelastet", begründet Knospe diese Entscheidung.

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