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Trier-Saarburg: 60 Corona-Neuinfektionen – weitere noch nicht erfasst

Pandemie : Gesundheitsamt Trier-Saarburg: 60 Neuinfektionen gemeldet, weitere noch nicht erfasst

Zusätzliche Kräfte helfen im Gesundheitsamt, den Meldeverzug, zu dem es am Wochenende kam, aufzuarbeiten. Seit heute befindet sich der Landkreis Trier-Saarburg in der Warnstufe 2.

Dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg wurden am Mittwoch mittels Meldesoftware 60 weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – 36 aus dem Landkreis Trier-Saarburg und 24 aus der Stadt Trier. Die Zahl der aktuell Infizierten beläuft sich damit auf 864 (263 in der Stadt Trier und 601 aus dem Landkreis). 34 Patientinnen und Patienten werden aktuell stationär behandelt – drei mehr als am Sonntag.

Zusätzliches Personal kommt aus anderen Abteilungen

Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte laut Pressesprecher Thomas Müller jedoch höher liegen. Nach wie vor würden dem Gesundheitsamt Meldungen von Neuinfektionen vorliegen, die bisher nicht hätten erfasst werden können. Müller: „Mit zusätzlichem Personal arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Meldeverzug abzuarbeiten.“ Es würden Mitarbeiter aus anderen Bereichen zur Erfassung eingesetzt. Dort bliebe dann Arbeit liegen, . anders ginge es nicht. Auch mögliche Unterstützungsangebote der Stadt würden die Situation nicht wesentlich ändern. Müller: „Dann bleibt Arbeit bei der Stadtverwaltung liegen.“ Müller erinnert daran, dass 15 Vollzeitkräfte der Kreisverwaltung beim am Mittwoch startenden Impfzentrum von Stadt und Kreis im Einsatz seien. Weitere Kräfte seien krank.

Meldeverzug stammt vom Wochenende

Der Meldeverzug ist laut Müller am vergangenen Wochenende entstanden, an dem die Zahlen stark angestiegen waren. Am Sonntag hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass mehr als 100 nicht erfasste Coronafälle vorlägen. Wer sich infiziert hat, erhält eine Mitteilung. „Die Information der Betroffenen ist gewährleistet. Nur schaffen wir es momentan nicht, weitere Kontaktpersonen anzurufen und die Gesamtzahl an Neuinfektionen tagesaktuell in der Meldesoftware zu erfassen“, sagt der Leiter des Gesundheitsamts, Harald Michels.

Zahlreiche Kitas und Schulen betroffen

Nach wie vor verzeichnet das Gesundheitsamt Trier zahlreiche Infektionen bei Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen sowie bei ErzieherInnen und Lehrkräften. Betroffen sind 24 Kitas, 20 Grundschulen und 19 weiterführende Schulen im Landkreis und der Stadt. Quarantäneverfügungen für einzelne Klassen oder Gruppen wurden in 16 Kindertagesstätten, fünf Grundschulen und drei weiterführenden Schulen ausgesprochen.

Landkreis in Warnstufe 2 – Neue Verordnung ab Mittwoch

Der Landkreis Trier-Saarburg befindet sich ab Montag in der Warnstufe 2. Die damit verbundenen Einschränkungen betreffen vor allem ungeimpfte Personen. Welche konkreten Einschränkungen gelten, kann auf der Internetseite des Landes unter https://corona.rlp.de/de/aktuelles/corona-regeln-im-ueberblick/ eingesehen werden. Wie lange die Einschränkungen der Warnstufe 2 gelten, ist vom Inkrafttreten der angekündigten 28. Corona-Bekämpfungsverordnung abhängig. Diese soll am Mittwoch in Kraft treten. Über die dann geltenden Regelungen wird das Gesundheitsamt unverzüglich informieren.

Mehr als 10 000 Infizierte seit Beginn der Pandemie

Die Zahl der seit dem 11. März 2020 nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen beträgt 10 051 (3893 in der Stadt Trier und 6158 im Landkreis Trier-Saarburg). Die Infektionszahlen seit März 2020 verteilen sich wie folgt auf die Verbandsgemeinden.VG Hermeskeil: 954, VG Konz: 1429, VG Ruwer: 574, VG Saarburg-Kell: 1510, VG Schweich: 998, VG Trier-Land: 693.

Verhaltensempfehlungen bei positivem Testergebnis

Nach einem positiven Test sollten sich Betroffene umgehend nach Hause in Selbstisolation begeben, bekannte Kontaktpersonen eigenverantwortlich informieren und bei Auftreten von Krankheitssymptomen umgehend den Hausarzt telefonisch kontaktieren sollte.

Hinweise zu Impfmöglichkeiten

Stadt und Landkreis appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich bei Angeboten wie dem Impfbus (Termine und Standorte unter www.corona.rlp.de) oder zahlreichen Hausärzten impfen zu lassen sowie die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung zu nutzen. Dies gilt auch für die inzwischen mögliche Grippeschutzimpfung.

Wer sich im Impfzentrum Trier impfen lassen möchte, kann nach Auskunft des Landes unter www.impftermin.rlp.de oder bei der Hotline des Landes unter 0800-5758100 einen Termin buchen. Zusätzlich soll an einem Tag der Woche freies Impfen angeboten werden, dieses Angebot startet am Mittwoch, 1. Dezember und soll ab dann jeden Mittwoch angeboten werden. Weitere Informationen unter www.trier.de/impfen

Übliche Schutzregeln weiter beachten

Das Gesundheitsamt rät nach wie vor, die geltenden Schutzregeln zu beachten, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, regelmäßig zu lüften, Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren sowie Kontakte zu begrenzen. Diese Empfehlung gilt angesichts der aktuellen Entwicklung auch bei Veranstaltungen im Freien.