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Trier-Saarburger Linke startet Appell gegen Corona-Hamsterkäufe

Corona : Trier-Saarburger Linke startet Appell gegen Corona-Hamsterkäufe

Wer zurzeit Klopapier bekommen will, steht oft vor leeren Regalen. Auch Mehl, Nudeln, haltbare Nahrung in Dosen und andere Grundnahrungsmittel sind oft nicht mehr auf Lager. Das geht meist auf Kosten älterer und kranker Menschen. Nun appelliert die Trier-Saarburger Linke in einem Antrag für die heutige Kreistagssitzung an die Solidarität der Menschen.

Der Trier-Saarburger Kreistag trifft sich am Montag um 17 Uhr trotz Coronavirus zur Sitzung. Das Gremium wird vor allem darüber entscheiden, wie der Kreis handlungsfähig bleiben kann. Laut TV-Informationen werden alle Sitzungen von Ausschüssen und auch des Kreistags vorerst ausgesetzt. Dazu diskutiert das Gremium am Montag die Verfahrensweise.

Die Linken-Fraktion hat kurzfristig auch noch einen Antrag eingebracht, über den sie gerne diskutieren würde. Sie fordert den Kreistag in dem Antrag dazu auf, einen Appell gegen Hamsterkäufe und für solidarisches Handeln zu veröffentlichen.

„In der aktuell schwierigen Zeit ist die Solidarität und Hilfsbereitschaft unter den Einwohnern und Einwohnerinnen besonders gefragt“, heißt es in dem Antrag. „Gründen Sie Nachbarschaftshilfegruppen im Internet oder schreiben Sie sich in schon bestehende Gruppen ein.“

Zudem fordert die Partei die Bewohner des Kreises angesichts der vielen älteren Menschen ohne Internet dazu auf, direkt in der Nachbarschaft nachzufragen, ob jemand Hilfe bei Einkäufen oder der Betreuung von Personen oder Haustieren benötige. „Unterstützen Sie Personen, die von der Versorgung durch die Tafel abhängig sind!“, fordert die Linke weiter. „Geben Sie Nahrungsmittel, die Sie nicht unbedingt brauchen an die Tafel weiter!“

Solidarisches Handeln bedeute auch, keine Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs – wie Toilettenpapier –zu horten bzw. keine Waren zu kaufen, die andere Personen ebenfalls dringend benötigten, erklärt die Partei weiter. Zudem verurteilt die Partei Diebstahl von Desinfektionsmitteln und Hygieneartikeln aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Appelle dieser Art finden sich in den vergangenen Tagen immer wieder im Internet wie im realen Leben. Witze über Hamsterkäufe von Klopapier sind einerseits zum wiederkehrenden Witz geworden, andererseits kommen schon die ersten Anfragen von Menschen, die kein Klopapier mehr im Haus haben..

Einige Läden geben inzwischen nur noch eine bestimmte Anzahl von Artikeln wie Klopapier, Nudeln oder Mehl heraus. Dazu gibt es immer wieder Aushänge an den Eingängen der Geschäfte, dass zum Beispiel nur zwei Packungen auf einmal verkauft würden.