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Trommelnd und paddelnd dem Sieg entgegenfiebern

Trommelnd und paddelnd dem Sieg entgegenfiebern

Im Saarland sind Wettfahrten mit so genannten Drachenbooten eine Art Volkssport. Eine Veranstaltungsagentur aus der Region will den Freizeitspaß nun auch in Saarburg etablieren. Den Auftakt machte das erste Saarburger Drachenboot-Rennen, zu dem sieben Freizeit-Teams aus der Stadt und dem Umland angetreten waren.

Saarburg. Sonntagnachmittag auf der Saar bei Saarburg: Nahe der Altstadtbrücke dümpeln zwei zwölf Meter lange Boote mit bunten Drachenköpfen am Bug auf dem Wasser. Die Besatzungen - pro Boot sind das ein Steuermann, ein Trommler als Taktgeber und 16 Paddler - fiebern fast regungslos dem Startschuss entgegen. Auch die etwa 300 Schaulustigen, die sich am Saarufer versammelt haben, warten gespannt. Dann ertönt ein Knall. Während sich die Mannschaften in ihren Schiffchen mächtig ins Zeug legen, sorgen die Zuschauer lautstark für Wettkampfatmosphäre. Nach 250 Metern und etwas mehr als einer Minute ist das Spektakel vorbei, die nächsten Teams machen sich fertig. "In der Vorrunde muss jede Mannschaft drei Läufe absolvieren, wobei gewöhnlich zwei Boote gegeneinander antreten. Die gefahrenen Zeiten werden am Ende addiert. In drei Finalrennen mit den Zeitbesten wird dann der Sieger ermittelt", erklärt Monika Plein vom Kanu-Club Merzig, der die Rennleitung übernommen hat und auch die Wettkampfboote stellt. Platz eins belegt am Ende die Mannschaft, die der Saarburger Geschäftsmann Stefan Müller-Hamann zusammengestellt hat (siehe Extra).Lediglich Vierte wird die Reitsportgemeinschaft (RSG) Saarburg beim ersten Drachenboot-Rennen auf der Saar in Saarburg. Noch kurz vor Veranstaltungsende glaubt RSG-Paddlerin Ramona Müller im Gespräch mit dem TV ein Grundproblem ihrer Mannschaft erkannt zu haben. Augenzwinkernd erklärt die Hobby-Reiterin: "Beim Paddeln haben wir unsere Hintern nicht im Sattel, sondern auf dem Wasser." Und Gabi Klein, die im RSG-Boot mit der Trommel den Paddel-Rhythmus vorgibt, ergänzt: "Es ist keineswegs leicht, 16 Leute unter einen Hut zu bekommen." Platzierung hin oder her - enttäuscht ist am Ende aber niemand so richtig. "Es ist vor allem der Spaß, der zählt", betont Ramona Müller. Geht es nach Christof Kramp von der Saarburger Veranstaltungsagentur Station K, die das Drachenboot-Rennen organisiert hatte, sollen Vereine oder andere Gruppierungen aus der Region in den kommenden Jahren noch mehrfach die Gelegenheit bekommen, Paddel-Spaß zu haben. "Wir werden auf jeden Fall auch 2012 ein Drachenboot-Rennen veranstalten. Ich hoffe, dass wir damit langfristig den Veranstaltungskalender der Stadt Saarburg um einen Punkt erweitern können", sagt Kramp. "Mit der Zuschauerzahl dieses Jahr bin ich jedenfalls schon mal zufrieden. Es hätte allenfalls noch die eine oder andere Mannschaft mehr dabei sein können." hpüVideo ab 16 Uhr unter volksfreund.de/videos1. Mannschaft Stefan Müller-Hamann (Preisgeld: 100 Euro); 2. Saarburger Ruder-Club (Preisgeld: 75 Euro); 3. Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck Saarburg (Preisgeld: 50 Euro); 4. Reitsportgemeinschaft Saarburg; 5. Xundheitszentrum Saarburg; 6. Bistro On the Green Saarburg; 7. Musikverein Wiltingen. hpü