Tropisches Patronatsfest im Hochwald

Tropisches Patronatsfest im Hochwald

Wetter toll, Stimmung gut. So viele Besucher wie in diesem Jahr sind wohl noch nie zur Keller Kirmes gekommen. Das Programm hat am Samstag begonnen und hält bis Dienstag noch einige Höhepunkte bereit.

Kell. "So viele Menschen wie in diesem Jahr waren noch nie hier auf der Keller Kirmes", hatte Ortsbürgermeister Markus Lehnen den zahlreichen Besuchern im vergangenen Jahr zugerufen, bevor er zum traditionellen Fass-anstich angetreten war. Diese Superlative wurde in diesem Jahr überschritten. Rund 3000 Besucher kamen zur Kirmes. "Es werden noch rund 1000 mehr", sagte Ortsbürgermeister Markus Lehnen. "Das hat die Erfahrung der Jahre gezeigt."
Es geht auch ohne Kanone


Die Böllerkanone fehlte, doch sie hätte kaum noch Platz zum Abfeuern gehabt. Apropos Kanone: Oswald Willger, der jahrzehntelang die Schüsse abfeuerte, hätte einen Lehrgang besuchen müssen, um feuen zu dürfen. Und die Kanone selbst hätten die Verantwortlichen nach Köln zu einer Tauglichkeitsuntersuchung bringen müssen. Auf das alles wird in Zukunft verzichtet. "Amtsschimmel", war die kurze Bemerkung des Ortsbürgermeisters.
In Kell am See wurde auch ohne Kanone kräftig gefeiert. Pfarrer Kai Georg Quirin hatte in diesem Jahr die Messe nahezu pünktlich beendet und somit den Fahrplan eingehalten. Gemeinsam mit den Kirmeswirten Michael Krämer von der Postküche des Posthotels, Michael Konz vom Gasthaus Zum Friedlichen Landmann, der Kolpingsfamilie (zum 41. Mal bei der Keller Kirmes dabei), dem Hochwald-Heimservice und dem Sportverein verkündete Lehnen pünktlich nach der Abendmesse den Fass-anstich. Doch er überließ Pastor Quirin den entscheidenden Schlag, der auch punktgenau saß. Dann begrüßte er traditionsgemäß "an dem Höhepunkt des Veranstaltungsjahrs" viele Gäste aus Rheinland-Pfalz, dem angrenzenden Saarland und natürlich die Feriengäste aus den Niederlanden. Der Musikverein Concordia unter Leitung von Susanne Müller umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Den Abend beschloss die Show-Band Four like you.

Auch am Sonntagmorgen spielte der Musikverein zum Frühschoppen auf, am Nachmittag gab es Sport-Vorführungen der Kolpingsfamilie und am Abend unterhielt die Band Spätschicht. Der große Kram-Markt mit mehr als 100 Anbietern zog sich durch die Straßen und wird auch am heutigen Montag seine Waren feilbieten.
Extra

Edith Keil, Anneliese Schnur und Adele Barthel (von links) kommen jedes Jahr und sind nach eigenen Angaben von Anfang bis Ende auf dem Kirmesplatz. "Bei diesem Wetter muss man zur Keller Kirmes gehen", sagt Edith Keil. Und Adele Barten sagt: "Zudem bin ich am Tag des Schutzpatrons geboren, also bin ich ein Kirmes-Kind." "Wir wohnen in Kell und sind jedes Jahr hier", sagen Hannelore (80) und Günter Berlauer (85). "Die Kirmes ist immer wieder ein schönes Erlebnis für uns."Extra

Bis tief in die Nacht haben die Gäste bei der Kirmes gefeiert. Grund dafür hatten besonders die Keller Fußballer, die alle ihre Partien gewonnen haben. Foto: Hans Muth (hm) ("TV-Upload Muth"
Foto: Hans Muth (hm) ("TV-Upload Muth"
Foto: Hans Muth (hm) ("TV-Upload Muth"

Programm: Der heutige Montag ist traditionell geprägt durch die Verbandsgemeinde-Tierschau mit der Wahl der Miss Hochwald. Die Bewirtung und die musikalische Unterhaltung übernimmt dabei der örtliche Musikverein. (Bericht erfolgt in der morgigen Ausgabe). Am heutigen Morgen besteht die Möglichkeit zu einem Frühstück am Sportplatzgebäude. Ab 14.30 Uhr gibt es erstmals den Hochwälder Kirmes-Dreikampf mit Klaus und Alex. Zudem werden eine Kirmeskönigin und ein Kirmeskönig gekürt. Ab 18 Uhr kann man auf der Freilichtbühne ein Kirmesrätsel lösen. Zum Kirmes-Finale spielen die Fireworkers. HM

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