Trotz Kritik will Saarburger Verein Hau-Ruck Karten wie immer verkaufen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzungen : Trotz Kritik will Saarburger Verein Hau-Ruck Karten wie immer verkaufen

An dem eingeschränkten Ticketvorverkauf für die Kappensitzungen will die Karnevalsgesellschaft auch nach Kritik nichts ändern. Allerdings glaubt Präsident Johannes Kölling, dass es in diesem Jahr nicht wieder so eng wird wie 2019.

Die Karten für die Kappensitzungen der Saarburger Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck sind in der Regel begehrt. In diesem Jahr lockt die Gesellschaft mit dem Motto „Großer Bahnhof beim Hau-Ruck – Humor in vollen Zügen“ zu ihren vier Sitzungen an den Samstagen 1., 8. und 15. Februar sowie am Freitag, 14. Februar. Die närrischen Veranstaltungen dauern vier Stunden lang. Zu ihrem Inhalt will Präsident Johannes Kölling noch nichts verraten.

Zu der Zahl der Eintrittskarten, die der Karnevalsverein in diesem Jahr für die Sitzungen vorab am Sonntag, 19. Januar, verkauft, kann der Präsident noch nichts sagen. Kölling: „Das kann ich leider erst nach dem Mitgliederverkauf sagen, sprich am Freitag, 17. Januar, gegen 22 Uhr.“ Jedes der mehr als 400 Mitglieder hat Anspruch darauf, sechs Karten zu erwerben. Bei Kindern und Jugendlichen der jüngsten Garden sind es nur zwei. Von den insgesamt 2000 Karten für die vier Sitzungen wird also nur ein kleiner Teil frei verkauft. 75 waren es im vergangenen Jahr. Zudem müssen Interessenten an dem Sonntagmorgen das Glück haben, ab 8 Uhr ein  Los zu ziehen, das sie zum Kauf von maximal sechs Karten berechtigt.

Immer wieder gab es über diesen doch recht eingeschränkten Kartenvorverkauf für die Hau-Ruck-Sitzungen Diskussionen. Vergangenes Jahr hat der TV das Thema aufgegriffen. Präsident Kölling hat damals vorgeschlagen, das Platzangebot in der Stadthalle nochmals zu prüfen. Er sagte ebenfalls zu, den Anspruch von sechs Karten pro Mitglied nochmals kritisch zu beleuchten.

Der TV hat nun nachgehakt. Demnach hat der Verein laut Präsident die beiden Punkte überprüft – mit  dem Ergebnis, dass alles beim Alten bleibt. Kölling erklärt: „Das Kartenkontingent pro Sitzung – durch zum Beispiel weitere Tischreihen oder Stehplätze – zu erweitern, ist aufgrund der brandschutztechnischen Auflagen der Stadthalle nicht möglich. Mit der bisher gewählten Bestuhlung reizen wir bereits die zugelassenen Gästezahl voll aus.“

Auch eine Zusatzsitzung anzubieten sei laut Kölling keine Option. Dazu sagt er: „Unsere Vereinsarbeit lebt von dem Engagement und dem Herzblut unserer ehrenamtlichen Mitglieder, die ganzjährig planen, organisieren, bauen, basteln, trainieren und proben, um unseren Gästen ein perfektes Programm zu präsentieren und auch für deren leibliches Wohl zu sorgen. Die Umsetzung all dieser Vorbereitungen an vier Sitzungen innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Wochenenden verlangt allen Akteuren enorm viel ab und bringt das Team an die Grenzen der Belastbarkeit.“

Über die Zahl der Karten pro Mitglied habe man nicht mehr diskutiert. Kölling: „Dem Einsatz und den vielen Arbeitsstunden, die unsere Mitglieder ehrenamtlich erbringen, soll unter anderem dadurch Rechnung getragen werden, dass sie einen Erwerbsanspruch auf ein begrenztes Kartenkontingent haben.“ Es sei wichtig, dass jedes Vereinsmitglied die Möglichkeit habe, mit der Familie, Freunden und Bekannten eine Kappensitzung zu besuchen. Ansonsten helfe das vor einigen Jahren etablierte Losverfahren, die Kartenvergabe gleichberechtigt zu steuern, meint der Präsident.

Er glaubt zudem, dass die Nachfrage nach Karten im Vorfeld in diesem Jahr nicht mehr so groß wird wie im vergangenen Jahr. Den Run  erklärt er damit, dass die benachbarte Karnevalsgesellschaft in Serrig wegen Hallenumbau pausiert hatte. Kölling weist auch darauf hin, dass in den Vorjahren mehr Tickets in den freien Verkauf gingen: 2018 waren es demnach 254 Karten, 2017 184.

Der Kartenvorverkauf des Hau-Ruck beginnt am Sonntag, 19. Januar, 10 Uhr, im Bistro/Restaurant On the green in Saarburg. Die Ziehung der Lose ist frühestens ab 8 Uhr möglich ist. Pro vergebenem Los können maximal sechs Karten erworben werden. Restkarten sind ab dem darauffolgenden Montagmittag, 20. Januar, im Schreibstübchen Saarburg, Auf dem Graben 1, erhältlich.