Turnen statt Drogen

HERMESKEIL. (mc) Volles Haus herrschte beim Gewaltpräventionstag der Hermeskeiler Schulen in der örtlichen Hochwaldhalle.

Viel Kindergeschrei in der Hochwaldhalle: Über 300 Sechstklässler aus Hermeskeil (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) und Reinsfeld (Förderschule) haben am dritten "easi"-Aktionstag in Hermeskeil teilgenommen - Teil eines Gewaltpräventionsprojekts von Landeskriminalamt, Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil und Vereinen aus der Region, mit dem Kindern und Jugendlichen Freizeitalternativen aufgezeigt werden sollen. 16 Vereine nahmen diesmal teil, an mehreren Stationen gab es unter anderem Turn- und Karateübungen, Musik- und Brettspielangebote sowie Reitmöglichkeiten zum Ausprobieren. Die Veranstalter haben keinen Grund zur Klage: "Wir sind zufrieden", sagte etwa Rettungsschwimmer Stefan Bösen von der DLRG-Gruppe Hermeskeil, die Kinder hätten sich sehr für die Angebote des Vereins interessiert. Zwar ist Schwimmen in der Hochwaldhalle nicht ohne Weiteres möglich, die Gruppe hatte aber Flossen, Seile und eine Rettungspuppe parat, an der die Kinder Wiederbelebungsmaßnahmen trainieren konnten. Auch Richard Bawelski vom Schachklub Hermeskeil zeigte sich zufrieden, manche der jungen Schachspieler konnten sich selbst bei Veranstaltungsende nicht von den Figuren trennen. Andere zeigten sich tatkräftiger: Kristine, Saskia und Magdalena aus Hermeskeil etwa waren vom Sport begeistert. "Wir melden uns für den Karatekurs an", sagten die Schülerinnen. VG-Jugendpfleger Bernd Hermesdorf lobte ebenfalls die Veranstaltung und die Resonanz unter den Jugendlichen. Weniger zufrieden war er mit der Anteilnahme der Vereine. "Wir haben diesmal weniger Teilnehmer gehabt als 2002 und 2004." Beim vorangegangenen Mal sei etwa die Hochwaldhalle komplett mit Ständen gefüllt gewesen. Allerdings habe er wegen des Veranstaltungstermins - vormittags mitten in der Woche - dafür Verständnis, dass nicht alle Vereine sich bei der Veranstaltung personell engagieren könnten.

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