Über den Tellerrand

Nittels Problem mit den wiederkehrenden Beiträgen, die Bürger für Straßenbauarbeiten zahlen sollen, hat zwei Dimensionen: eine juristische und eine gesellschaftliche. An der juristischen gibt es nicht viel zu deuteln: die derzeitige Gesetzeslage gibt den Klägern Recht.

Doch was juristisch einwandfrei sein mag, ist noch lange nicht für alle vertretbar. Das Prinzip der wiederkehrenden Beiträge kommt schließlich der Gemeinschaft zu Gute: die Nitteler zahlen gemeinsam - nicht jeder bloß für seine eigene Straße - und entlasten sich so gegenseitig. Für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wäre es wünschenswert, dass nicht zu viele Nitteler den Blick in die eigene Geldbörse jenem über den eigenen Tellerrand vorziehen. k.hammermann@volksfreund.de