Über den Wolken ...

Zum Tag der offenen Tür des Aero-ClubsTrier und Konz haben die Vereinsmitglieder ihre Leidenschaft fürs Segelfliegen präsentiert und gezeigt, dass das Fliegen keineswegs ein Elitesport ist. Gäste aus der Partnerstadt Charny sorgten für ein internationales Publikum.

Konz-Könen. Mit einem kräftigen Zug der Winde schießt der Segelflieger nach oben und schon kann der erdverbundene Mensch die Welt aus der Vogelperspektive sehen, ein Erlebnis, das viele Gäste am Tag der offenen Tür des Aero-Clubs Trier und Konz ausprobieren. "Ich muss immer wieder an das Lied von Reinhard Mey denken" schwärmt der erste Vorsitzende des Aero-Clubs Thomas Jacobs. Seine Begeisterung für das Fliegen steckt an und die meisten Fluggäste kommen mit strahlenden Augen zurück.
Teuer sei die Fliegerei übrigens nicht, meint Jacobs. Die acht Fluglehrer des Vereins arbeiten ehrenamtlich, so dass lediglich die Fluggebühren und ein Vereinsbeitrag zu zahlen sind.
"Wir wollen weg vom Klischee einer Sportart für Besserverdienende" sagt er. "Es gibt wirklich viele Sportarten, die teurer sind."
Dafür ist es beim Aero-Club selbstverständlich, dass alle mithelfen. Denn beim Segelfliegen ist einiges an Bodenpersonal vonnöten und die Flieger unterstützen sich hier gegenseitig. Die Gemeinschaft stehe immer im Vordergrund. Für Jugendliche bis 16 Jahre bot der Aero-Club sogar kostenlose Rundflüge an. Die Jugendarbeit ist dem Verein ein ganz besonderes Anliegen und er verfügt über eine große und engagierte Jugendgruppe. "Wir wollen Jugendlichen etwas Besonderes bieten, ihnen Verantwortungs- und Gemeinschaftsgefühl vermitteln", sagt Thomas Jacobs. Dabei gehe es aber nicht in erster Linie um Leistung. Die Jugendlichen sollen ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen und sich ernstgenommen fühlen. "Bei uns wird jeder nach seinen Fähigkeiten und nicht nach dem Alter beurteilt", sagt Jacobs.
Der Club erfreut sich auch einer steigenden Beliebtheit bei holländischen Gruppen, die hier einen Segelfliegerurlaub verbringen und ganz begeistert von der "bergigen" Landschaft um die Mosel sind.
Ein besonderes Ereignis zum diesjährigen Tag der offenen Tür waren die Gäste aus Charny. Etwa 50 Personen sind aus der französischen Partnerstadt des Stadtteils Konz-Könen angereist. Ganz begeistert waren sie von dem neuen Schleppflugzeug des Clubs, welches zu Ehren ihrer Stadt "Ville de Charny" getauft wurde. grfExtra

Das Segelfluggelände des Aero-Clubs Trier und Konz befindet sich seit 1976 nahe der Saar-Mosel-Mündung in Konz-Könen. Der Verein hat zur Zeit etwa 150 Mitglieder, von denen aber nur knapp die Hälfte aktiv sind. Als Mitglied des Vereins kann man unter anderem eine Flugausbildung absolvieren und an Fortbildungen des Landesverbandes teilnehmen. Interessierte sind dazu eingeladen, an einem Wochenende auf dem Segelfluggelände vorbeizuschauen. Weitere Informationen unter <%LINK auto="true" href="http://www.ac-trier-konz.de" class="more" text="www.ac-trier-konz.de"%>. grf