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Über hundert Vierbeiner stellen ihre Beweglichkeit unter Beweis

Über hundert Vierbeiner stellen ihre Beweglichkeit unter Beweis

103 Teams nahmen teil an der zweiten Agility-Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde (DSH) in Hermeskeil. Bei den parallel angebotenen Agility-Wettkämpfen für verschiedene Rassen waren es insgesamt 160 Hunde.

Hermeskeil/Thalfang. Die Teilnehmer mit den weitesten Anreisen mussten kurzfristig absagen. Kanada und Russland waren daher nicht vertreten bei der "2. DSH Weltmeisterschaft (WM) im Agility (von agil) für Deutsche Schäferhunde". Doch dafür gingen Hunde und Halter aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland an den Start. Dass es in diesem Jahr mit 103 Teams zehn mehr waren, lässt den Veranstalter hoffen, dass sich die WM entwickeln wird. Den Zuschlag hatte die "Weltunion der Schäferhundvereine" (WUSV) dem Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe (OG) Hermeskeil, erteilt.
Laut der Vorsitzenden Michaela Ludwig gibt es weltweit nur diese eine Agility-WM für Schäferhunde. Ansonsten könnten sich lediglich Schutzhunde oder auch Rettungshunde auf internationaler Plattform messen. Entsprechend groß ist die Begeisterung bei Haltern von Schäferhunden wie anderer Hunderassen, die sich bei Agility-Wettkämpfen wie dem der Hermeskeiler OG messen. Daher will die OG an dem November-Termin festhalten, obwohl sie in diesem Jahr auf die gewohnte Halle am Thalfanger Himmelberg verzichten musste. Mit dem die Halle nutzenden örtlichen Tennisverein konnte keine Einigung wegen des Termins erzielt werden. Daher war die hoffnungsvolle zweite WM gleichzeitig eine Premiere für die Tennishalle Hermeskeil. Allerdings fanden die seit etlichen Jahren ausgerichteten allgemeinen Agility-Wettkämpfe in Thalfang immer an zwei aufeinander folgenden Wochenenden statt. In Hermeskeil traten an nur einem Wochenende insgesamt 160 Hunde mit ihren zweibeinigen Partnern an. Gemeinsam müssen sie einen Parcours schnell und fehlerfrei durchlaufen. Für die sechsbeinigen Teams zählt dabei neben dem Sieg auch der Spaß. Dirk Beer aus Heilbronn machte das nach einem ungültigen Lauf deutlich. "Das war zwar eine Disqualifikation, aber eine schöne", lachte er über seine clevere Hündin Olga, die ein Hindernis "schön kaschiert" umlief. Auch für Marion Weishäupl aus dem Raum Stuttgart sind Agility-Wettkämpfe mehr als das reine Messen mit anderen. Peter Cambeis aus Speyer ist seit Jahren im Hochwald dabei. Deutschlandweit gebe es nur etwa acht Agility-Wettbewerbe für Schäferhunde. urs