Übergang von Klinik zur häuslichen Versorgung vereinfachen Kreis Trier-Saarburg und Kliniken kooperieren

Gesundheit : Von Klinik zur Pflege: Neue Kooperation für Patienten

(red) Der Kreis Trier-Saarburg hat sich beim Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Mainz für das Projekt „Patientenorientiertes Case Management“ beworben und dafür eine Zusage erhalten.

So will die Kreisverwaltung es schaffen, dass pflegebedürftige Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, bedarfsgerecht versorgt werden.

Der Landkreis arbeitet mit mehreren Akteuren zusammen. Die Kooperation läuft mit der regionalen Arbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte sowie mit den Krankenhäusern und Kliniken der Region. Dazu gehören das Kreiskrankenhaus Saarburg, das Krankenhaus in Hermeskeil sowie das Brüderkrankenhaus und das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier. Ziel des sogenannten „Patientenorientierten Case Managements“ ist, die Beratung, Betreuung und Versorgung der Betroffenen zu vereinfachen, um dadurch bereits im Vorfeld Probleme vermeiden zu können. Es geht darum, die Entlassung aus dem Krankenhaus in das häusliche Umfeld oder in bedarfsgerechte Versorgungsangebote frühzeitig zu planen.

In den vergangenen Wochen haben bereits Treffen unter anderem mit den Vertretern der Pflegestützpunkte, der Krankenhaus-Sozialdienste, der ambulanten Pflegedienste und der stationären Einrichtungen stattgefunden. Dabei wurde der Ist-Zustand für die Überleitung von älteren und chronisch kranken Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt erfasst. In der Folge ist es nun wichtig, mehr Handlungssicherheit und stärkere Verbindlichkeiten in der Zusammenarbeit zu schaffen sowie den Informationsfluss zu intensivieren, um den Betroffenen sowie auch den Angehörigen bedarfsgerechte und effektive Hilfen und Unterstützung bieten zu können.

Das Projekt des Ministeriums ist auch für den Kreis Trier-Saarburg als Träger der Pflegestrukturplanung wertvoll, da eine wissenschaftliche Begleitung durch erfolgt ist. Dabei sind vor allem die Bedarfsstrukturen analysiert worden sowie langfristige und passgenaue Lösungsvorschläge gemacht worden, damit die Patienten optimal versorgt sind.

In der Kreisverwaltung erfolgte die Unterzeichnung der Vereinbarung, die zugleich den offiziellen Projektstart markierte. Es unterschrieben Landrat Günther Schartz für den Kreis, der Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen, Jörg Mehr, der Vorsitzende des Direktoriums des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier, Markus Leineweber, die Pflegerische Standortleitung des Krankenhauses Hermeskeil, Gertrud Wittig, der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Saarburg, Joachim Christmann, sowie Martin Becker von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, die das Organ der regionalen Arbeitsgemeinschaften Pflegestützpunkte vertritt. Organisatorisch betreuen Nadja Adams und Andrea Schuh von der Leitstelle Familie in der Kreisverwaltung das Projekt. Bei Fragen stehen sie unter leitstelle.familie@trier-saarburg.de, Tel. 0651/715-468 gerne zur Verfügung.