Umbau des Pfarrhauses in Nittel wird noch teurer - Ortsgemeinderat beschließt Nachtragshaushalt

Finanzen : Erweiterung der Nitteler Kita wird deutlich teurer als geplant

Der Nitteler Ortsgemeinderat hat weitere 360 000 Euro für den Umbau des ehemaligen Pfarrhauses zur Kita genehmigt. Das Millionen-Projekt wird damit noch teurer.

Der Ortsgemeinderat Nittel hat über die Notwendigkeit eines Nachtragshaushalts zum aktuellen Haushaltsplan 2019/20 beraten.  Der Grund: Die Kosten für den Umbau des ehemaligen Pfarrhauses in eine Außenstelle der Kita St. Martin steigen von im Haushaltsplan 2019/20 veranschlagten 270 000 Euro auf 630 000 Euro. Damit knackt das Projekt, das 2015 ursprünglich mit 850 000 Euro veranschlagt war, in der Gesamtschau die Zwei-Millionen-Euro-Marke.

Ortsbürgermeister Peter-Leo Hein begründet die Notwendigkeit eines Nachtragshaushalts mit enormen Preissteigerungen im Baugewerbe: „Insbesondere im Speckgürtel zu Luxemburg sind die Kosten explodiert.“ Als der Haushaltsplan 2019/20 im März dieses Jahres verabschiedet wurde, seien Preissteigerungen in diesem Ausmaß nicht absehbar gewesen.

Die Kommunalaufsicht hat nach Auskunft des Ortsbürgermeisters bereits signalisiert, dass die Zusatzkosten genehmigt würden. In der Ratssitzung selbst konnten die Aufträge für die Gewerke Fliesen, Anstreichen, Fußbodenbeläge, Türen und WC-Trennwände bei Gegenstimmen der UBN nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kommunalaufsicht beschlossen werden. „In den Jahren 2016 und 2017 waren die Kostenschätzungen so exakt, dass wir Punktlandungen hinlegen konnten“, sagt Hein zurückblickend. In Bezug auf die Zukunft – damit ist im konkreten Fall die Fertigstellung der zukünftigen Kita gemeint - strebt Hein an, dass noch in diesem Jahr die ersten Kinder im ehemaligen Pfarrhaus betreut werden können.

Ratsmitglied Peter Bock (UBN), der bei der konstituierenden Sitzung des Ortsgemeinderats am 2. Juli verhindert war, wurde nachträglich „verpflichtet“. Damit ist unter anderem gemeint, dass ein Ratsmitglied auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, die Gemeindeordnung auch in Bezug auf die Schweige- und Treuepflicht zu beachten.

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