UMFRAGE DER WOCHE

SAARBURG. Seit dem 1. August gilt eine einheitliche Regelung für die deutsche Rechtschreibung. Dieser Kompromiss zwischen der alten und neuen Regelung soll die bisher vorherrschende Verwirrung endlich beenden. Der Trierische Volksfreund fragte die Bürger Saarburgs, inwiefern dieses Thema für sie relevant ist und wie sie in Zukunft schreiben werden.

Christine Schreiner: Die Floristin schreibt weiter nach der alten Regelung, muss sich aber dennoch mit der Reform beschäftigen: "Ich kann meinen Kindern kaum noch helfen. Bei der Kontrolle ihrer Hausaufgaben muss ich immer den Duden zur Hand nehmen." EDWIN FELL: Als Familienvater muss der Organist jetzt wohl tiefer in die Tasche greifen: "Früher konnte man alte Schulbücher weiterverkaufen und dadurch auch selber gebrauchte Exemplare von anderen billiger erhalten. Diese Möglichkeit hat man vorerst nicht mehr." Edelgard Sieren: Als Verkäuferin in einer Boutique hält sie sich weiterhin an die alte Schreibweise, denn sie orientiert sich auch hier an den Gesetzen der Mode: "Schreibregelungen ändern sich wie Trends. Sie kommen und gehen in regelmäßigen Zyklen." Julia März: Die Auszubildende berichtet von allgemeiner Verwirrung im Klassenzimmer: "Keiner blickt mehr durch. Teilweise müssen wir Schüler sogar unseren Lehrern bei der richtigen Schreibweise auf die Sprünge helfen." (gmw/ts)/Fotos (4): T. Schneeweis

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