UMFRAGE DER WOCHE

Mit einer Quote von 3,5 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Hochwald auf einen neuen Rekordwert abgesunken, der volkswirtschaftlich als Vollbeschäftigung gilt. Doch woran liegt das? Sind die Hochwälder fleißiger als die Menschen in anderen Regionen oder gibt es andere Gründe für die erfreuliche Entwicklung? – das wollten wir diesmal von Einheimischen wissen.

ANNI BECKER, HERMESKEIL: Ich denke, im Vergleich zu vielen Leuten in der Stadt sind die Hochwälder noch arbeitswilliger. Hier oben wurde schon immer hart geschafft und ich denke, dass diese Einstellung auch den Menschen heute in Fleisch und Blut übergegangen ist.RÜDIGER ADAMS, GUSENBURG: Ich glaube, unsere Flexibilität ist entscheidend. Ich zum Beispiel fahre jeden Tag zum Hahn, und ich habe viele Bekannte, die auch pendeln. Klar ist aber auch: Mir wäre es lieber, wenn ich näher am Wohnort arbeiten könnte.ALFONS WOLLSCHEID, REINSFELD: Ja, wir Hochwälder sind fleißiger als viele andere Leute. Das rührt noch von früher her. Schon damals mussten wir für auf Achse sein, um Arbeit zu finden. Wenn ich etwas verdienen will, kann ich nicht im Ort hocken bleiben, sondern muss raus.HOLGER HÖNIG, HERMESKEIL: Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass die Hochwälder fleißiger sind. Ich vermute, dass es bei uns noch leichter ist, einen Job zu finden, als in der Großstadt, wo viel mehr Leute einen Arbeitsplatz suchen. (ax)/Fotos (4): Axel Munsteiner

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