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Umweltschützer lehnen Windpark ab

Umweltschützer lehnen Windpark ab

Der Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz lehnt den Bau von Windrädern zwischen Hermeskeil und Reinsfeld ab. Das geht aus einer Stellungnahme an die Kreisverwaltung Trier-Saarburg hervor, auf die die Interessengemeinschaft (IG) "Rettet den Hochwald" hinweist.

Diese IG ist ein Zusammenschluss von Bürgern um den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller aus Hermeskeil.
Ebenso wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht der Nabu den geplanten Windpark im Bereich Hermeskeil/Reinsfeld sehr kritisch. Für die beantragte Errichtung von 15 Rädern müssten mehr als 59 000 Quadratmeter Wald gerodet werden. Deshalb betont der Nabu: "Allein die großflächige Rodung von Waldfläche macht deutlich, dass es zu erheblichen Eingriffen in den Naturhaushalt kommt."
Das von den Investoren vorgelegte Gutachten sei "deutlich defizitär", so die Umweltschützer weiter.
Die IG sieht sich durch die Stellungnahme des Nabu in ihrer Auffassung bestätigt, dass Gutachten von Investoren oft interessengeleitet sind. "Was man nicht entdeckt, hilft bei der Erlangung des Baurechts. Wenn die Monsterräder erst einmal stehen, haben Mensch und Natur das Nachsehen," so Diller.
Die IG betont darüber hinaus: "Während die Öffentlichkeit den Eindruck hat, dass alle Windkraftpläne wegen der Mopsfledermaus im Papierkorb liegen, gehen hinter den Kulissen immissionsschutzrechtliche Prüfungen für bestimmte Standorte weiter." red/ax